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Nachhaltig bauen mit Holz

Ein nachhaltiges Eigenheim liegt voll im Trend: Phillip Bardowicks von Bardowicks.Haus und Holzbau GmbH erläutert uns die Vorteile ökologischer Holzhäuser und führt uns durch die Produktion des Familienunternehmens.  

Ein Haus aus kleinen Holzteilen steht in der Natur vor einem Baum

Nachhaltig, gemütlich und voll im Trend

Fakt ist: die Themen "Wohnen" und "Nachhaltigkeit" wachsen zukünftig noch dichter zusammen. Laut KfW-Energiewendebarometer 2019 möchten die Hälfte aller Haushalte in Deutschland den Anteil ihrer erneuerbaren Energien erhöhen bzw. selbst produzieren. Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz beim Bauen liegt da nahe -  viele Bauherren sehen den nachwachsenden Rohstoff Holz als einen der zentralen Aspekte, um den CO2-Ausstoß der Baubranche zu verringern. Außerdem besitzt Holz hervorragende Dämmeigenschaften und wirkt sich positiv auf Raumklima und Wohngesundheit aus. Doch was muss ich beachten, wenn ich ein Holzhaus bauen möchte und wie sieht eigentlich die Produktionskette aus? Phillip Bardowicks aus dem Familienunternehmen Bardowicks.Haus und Holzbau GmbH in Winsen/Luhe bei Hamburg steht uns Frage und Antwort und nimmt uns im Video mit auf eine Tour durch die heiligen Hallen der Holzhausproduktion.

Interview mit Phillip Bardowicks ansehen

Ich interessiere mich für Holzhäuser. Wie nähere ich mich diesem Thema als Bauherr?

Zuerst sollte man sich fragen, warum und vor allem wie man baut bzw. bauen möchte. Wir bauen individuelle Häuser und keine Typenhäuser. Das heißt Grundrisse, Design, Haustechnik und vor allem das komplette ökologische Material- und Energiekonzept sollten durchdacht werden. Wir arbeiten von der Planung des Hauses bis zum Einzug der Eigentümer eng mit unseren Kunden zusammen und sorgen mit Vorplanung,  Entwurfszeichnungen und 3D-Modellansichten für Transparenz bei unseren Angeboten. 

Welches Holz und welche Fertigungsmethode nutzt Ihr? 

Wir verarbeiten aufgrund der Baumbestände in Europa ausschließlich einheimische Hölzer und vermeiden Tropenhölzer zu 100 Prozent. Als Bauholz nutzen wir Fichte, die harzt weniger als beispielsweise Kiefernholz und dünstet so auch weniger aus. Für den Außenbereich nutzen wir das robustere Douglasien- oder Lärchenholz. 

Unser Holzhaus basiert auf einem Holzrahmen- bzw. Holzständerbau, das bedeutet, die Ständer innen bieten die statischen Voraussetzungen und werden dann mit verschiedenen Baumaterialien kombiniert. Wir verwenden beispielsweise recyceltes Papier als Dämmstoff. 

Wo besteht für Dich der Zusammenhang zwischen Holzhausbau und CO2-Bilanz?

Die Idee ist, dass wir die richtigen Ressourcen nutzen und davon mehr. Und nicht die Falschen und davon weniger. Das würde bedeuten in der Konsequenz, dass wir mehr in Holz bauen sollten, weil Holz aus Sonnenenergie, Nährboden und CO2 besteht. Das heißt beim Holzhausbau haben wir sehr viel CO2, das wir zwischenspeichern. Und je mehr in den Städten mit Holz gebaut wird, desto mehr CO2 speichern wir. 

Wie sieht in Euren Fertigungshallen der Ablauf aus?

Bei uns in der Halle kommt das fertig abgebundene Holz an und wird danach auf den Fertigungstischen aus vielen einzelnen Holzteilen wie Ständer, Balken etc. zusammengebaut. Danach wird der Dämmstoff Zellulose mit einer Platte von beiden Seiten in die Wand eingeblasen. Wir dämmen also nicht mehr auf der Baustelle, die Wände sind beidseitig geschlossen und kommen als fertige Elemente auf die Baustelle. 

Fertigungstische in der Fertigungshalle bei Bardowicks.Haus und Holzbau GmbH 

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