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Hamburg und Umland

Wohnen in Ahrensburg

Die Stadt zählt, aufgrund ihrer exquisiten Lage am Hamburger Stadtrand und der hohen Lebensqualität, zu den teuersten - und begehrtesten - Wohnorten im Umland.

Grüne Perle mit Wasserschloss

Ahrensburg gehört zu den schönsten Städten im Hamburger Umland und ist hier nicht zuletzt deshalb auch eines der teuersten Pflaster. Doch wer das nötige Kleingeld besitzt, mitten im Grünen und gleichzeitig zentral leben möchte, ist in dem beschaulichen Städtchen mit dem prächtigen Schloss bestens aufgehoben.

    Daten und Fakten zu Ahrensburg

    • Bundesland: Schleswig-Holstein
    • Kreis: Stormarn
    • Größe: 35,29 Quadratkilometer
    • Einwohner: 33.612 (Stand: Juni 2019)
    • Entfernung zu Hamburg: 22 Kilometer
    • Unternehmen: ca. 4.600
    • Schulen: 4 Grundschulen, 2 Gymnasien, 2 Gemeinschaftsschulen, 1 Berufsschule, 2 Förderzentren
    • Kindertagesstätten: ca. 25

    Ahrensburg mit seinen vielen grünen Flecken sieht von oben eher aus wie eine Aneinanderreihung von beschaulichen Dörfern als eine Stadt mittlerer Größe

    Geografie und Geschichte von Ahrensburg

    Die größte Stadt des Kreises Stormarn liegt im Nordosten Hamburgs und grenzt dort direkt an die Stadtteile Volksdorf und Rahlstedt sowie mehrere kleinere schleswig-holsteinische Gemeinden. Sie besteht aus sieben Stadtteilen.

    Hervorgegangen ist die Stadt aus dem Dorf Woldenhorn, das von den Grafen von Schauenburg gegründet und erstmals 1314 urkundlich erwähnt wurde. Die Geschichte des Ahrensburger Tunneltals reicht jedoch zurück bis in die Steinzeit als auf dem Gebiet noch Rentierjäger unterwegs waren. Bereits um 1200 wurde in der Nähe des heutigen Ahrensburges die "Arx Arnsburga" (Burg Arnesvelde) errichtet, dessen Erdwälle heute noch als Reste erkennbar sind und aus deren Steinen später einige Kilometer entfernt das Ahrensburger Schloss gebaut wurde.

    "Seht mich Burg, die künftig im Munde der Zeit soll leben,
    Arnsburg werd ich mit wohl passendem Namen benannt,
    einsam lag und in Trümmer verging mein modernd Gesteine.
    Nunmehr steh ich erneut schöner an schönerem Ort."

    Humanist Heinrich Rantzau über das zukünftige Schloss Ahrensburg (Quelle: Frauke Lühning, Hans Schadendorff: Schloss Ahrensburg. 3. Auflage. Wachholtz, Neumünster 1991, S. 6)

      1569 fielen die Dörfer Woldenhorn, Ahrensfelde, Meilsdorf und Bünningstedt und die dazugehörigen Ländereien an Peter Rantzau, den Ratgeber des dänischen Königs Friedrich II. Nördlich des Dorfes Woldenhorn errichtete dieser ein adliges Gut, in dessen Süden er um 1585 ein Herrenhaus im Stil eines Wasserschlosses erbaute, das erst später als Ahrensburger Schloss bezeichnet wurde. Das Schloss liegt also zwischen der heutigen Stadt Ahrensburg und dem damaligen Gutshof. 1596 wurde schließlich auch die Schlosskirche und die daran angrenzenden Gottesbuden, die Wohnungen für mittellose und alte Menschen beherbergten, fertiggestellt.

      1759 gingen das zu diesem Zeitpunkt schwer verschuldete Gut und das Schloss sowie das Dorf und die Ländereien an den dänischen Kaufmann und Sklavenhändler Heinrich Carl von Schimmelmann über, der es im barocken Stil umgestaltete und außerdem die grundlegenden Pläne für die spätere Stadt vorlegte.

      Lithographie von Alexander Duncker: Schloss Ahrensburg um 1869
      Schloss Ahrensburg um 1869
      (Bild: Friedrich Wilhelm Ferdinand Theodor Albert (Magdeburg 1822-1867, Berlin), Alexander Duncker (1813-1897) [Public domain])

      Mit dem Ende der dänischen Herrschaft wurden Gut und Dorf Woldenhorn 1867 zu einer selbstständigen, preußischen Landgemeinde, die im Zuge dessen in Ahrensburg umbenannt wurde.

      Um dieselbe Zeit brachte der Bau der Eisenbahnlinie zwischen Hamburg und Lübeck sowie ein paar Eingemeindungen Ahrensburg auch die ersten großen Bevölkerungszuwächse. 1931 wurde das Gut aufgelöst und 500 Hamburger Familien kamen als Zuzügler nach Ahrensburg, wo sie sich fernab vom Ortskern in mehreren kleinen Siedlungen niederließen, was noch heute in dem immer wieder durch Grün aufgelockerten Stadtbild sichtbar ist. Zwischen 1865 und 1939 verfünffachte sich die Zahl der Einwohner nahezu, in den Kriegs- und Nachkriegsjahren verdoppelte sie sich dann, auch durch zahlreiche Flüchtlinge aus den Ostgebieten, noch einmal. Die Stadtrechte erhielt Ahrensburg 1949 schließlich mit 17.775 Einwohnern.

      Bis heute entwickelte sich die Stadt nicht nur zu einem beliebten Wohngebiet, sondern auch im Bereich der Infrastruktur und Wirtschaft stetig weiter, sodass sie auch für viele Unternehmen attraktiv ist.

      Leben und Arbeiten in Ahrensburg

      Die Stadt profitiert von ihrer Lage zwischen den Städten Hamburg (ca. 22 Kilometer entfernt) und Lübeck (ca. 37 Kilometer) und ihrer guten infrastrukturellen Anbindung an die Autobahnen A1, A21 und A24. Durch die U1 mit zwei Haltestellen ist Ahrensburg außerdem an das Netz des Hamburger Verkehrsverbundes angeschlossen. Darüberhinaus liegt die Stadt mit zwei Regionalbahnhöfen an der Bahnstrecke Hamburg - Bad Oldesloe - Lübeck.

      Die gute geografische Lage und Infrastruktur, aber auch ihre schönen Wohnlagen sind die Gründe dafür, dass Ahrensburg, ebenso wie Wedel, zu den fünf teuersten Wohngegenden im Hamburger Umland gehört. Bei den Neubauten führt die Stadt gemeinsam mit Wentorf/Aumühle die Immobilienpreis-Ranglisten sogar an. Ein Ein- oder Zweifamilienhaus kostet in Ahrensburg durchschnittlich 3.288 Euro pro Quadratmeter (Bestand) bzw. 3.590 Euro (Neubau). Eine Eigentumswohnung liegt bei circa 2.900 Euro (Bestand) bzw. 3.979 Euro pro Quadratmeter im Neubau (Quelle: LBS Bausparkasse, April 2019).

      Da die Stadt in den kommenden Jahren mit einem Bedarf von fast 1.300 neuen Wohnungen rechnet, stimmten die Abgeordneten im Mai 2019 für 15 potentielle neue Wohngebiete, die in Zukunft bebaut werden könnten (Quelle: Hamburger Abendblatt, Mai 2019). Schon in den vergangenen Jahren wurden insbesondere am Stadtrand mehrere Neubaugebiete erschlossen. Das bekannteste und zugleich Ahrensburgs jüngster Stadtteil ist der lange umstrittene Erlenhof im Norden der Stadt. Hier sind 380 Wohneinheiten entstanden, sowohl Wohnungen als auch Reihenhäuser, Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Stadtvillen. Außerdem gibt es hier ein Nahversorgungszentrum mit Supermarkt, Ärztehaus und Apotheke.

      "Noch immer wirkt das Wohngebiet ein wenig unnatürlich. Ein bisschen wie eine Filmkulisse oder ein Musterhauspark. Und doch bin ich sicher, dass die Menschen sich dort sehr wohlfühlen. Zumal viele einen tollen Blick in die unbebaute Natur haben."

      Journalistin und Ahrensburg-Bloggerin Nicole Stroschein über den Erlenhof (Quelle: Ahrensburg-blog.de)

        Doch Ahrensburg besteht nicht nur aus modernen Neubaugebieten, die vielleicht nicht ganz jedermanns Sache sind. Ganz anders lebt es sich beispielsweise im westlichen Stadtteil Wulfsdorf, das aus dem gleichnamigen 1928 eingemeindeten Dorf entstanden und vor allem für sein biodynamisch bewirtschaftetes Gut bekannt ist. Neben diesem gibt es hier auch die drei kommunenartigen Wohnprojekte Allmende, Wilde Rosen und Bornseck, bei denen das Leben in einer Gemeinschaft unter sozialen, integrativen, ökologischen und nachhaltigen Bedingungen im Vordergrund steht. Allmende versteht sich als selbstverwaltetes Dorfprojekt, in dem circa 300 Menschen in 15 Häusern mit insgesamt 100 Wohnungen zusammenleben. Die ersten Bewohner zogen hier 2004 ein. Das "Dorf" verfügt über eine eigene Infrastruktur mit integrativem Kindergarten, Vorschule, Jugendhaus, Gesundheitszentrum, betreutem Wohnen und anderem Gewerbe. Im benachbarten und ebenfalls generationenübergreifenden Wohnprojekt Wilde Rosen leben die Menschen in Wohnungen in 60 zwei- und dreigeschossigen Energiesparhäusern gemeinschaftlich zusammen. 2016 wurde hier ebenfalls mit einer Einrichtung für betreutes Wohnen der letzte Bauabschnitt fertiggestellt. In beiden Wohnprojekten sind derzeit jedoch alle Wohnungen belegt. Das kleinste der drei Wulfsdorfer Projekte ist Bornseck mit 24 Wohnungen in vier Mehrfamilien-Engergiesparhäusern. Es gibt außerdem eine Werkstatt und einen Gemeinschaftsraum.

        Ahrensburg Schloss und Stadt
        Schlosskirche Ahrensburg
        Gottesbuden Schloss Ahrensburg
        Marstall Schloss Ahrensburg
        Mühle Schloss Ahrensburg
        Ahrensburg Schloss und Stadt
        Schlosskirche Ahrensburg
        Gottesbuden Schloss Ahrensburg
        Marstall Schloss Ahrensburg
        Mühle Schloss Ahrensburg

        Aktivitäten und Sehenswertes in Ahrensburg

        Die grüne Stadt lockt gleich mit mehreren Naherholungs- und Naturschutzgebieten. Auf dem historisch-archäologischen Wanderweg im Naturschutzgebiet Stellmoor-Ahrensburger-Tunneltal kann auf den steinzeitliche Spuren der Gegend gewandelt werden. Und auch der angrenzende Forst Hagen, der Beimoorwald, der Auewanderweg und das Gebiet rund um den Bredenbeker Teich sind Paradiese für Spaziergänger und Radfahrer. Pferdebegeisterte zieht es vor allem ins Stadtteil Ahrensfelde, das deshalb auch "Ahrensburger Reiterdorf" genannt wird. An dieses grenzt direkt das Naturschutzgebiet Höltigbaum an, das sich für Ausritte besonders anbietet.

        Park Haus der Natur Ahrensburg
        Teich im Park des "Haus der Natur" im Stadtteil Wulfsdorf
        (Bild: Nightflyer [CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)])

        Wasserratten kommen im Sommer ebenfalls am Bredenbeker Teich mit seinem Naturbad, sowie ganzjährig im Freizeitbad Badlantic, das sogar über ein Wellenbecken verfügt, auf ihre Kosten. Direkt daneben liegt die Cottage Sauna, inklusive Lichtsauna, Dampfbad und Heukamme - für alle, die sich lieber entspannen und es ruhig angehen lassen wollen. Verschiedene Sportvereine halten außerdem ein vielfältiges Angebot an Sportarten bereit.

        Bredenbeker Teich in Ahrensburg
        Der Bredenbeker Teich verfügt auch über ein Naturbad
        (Bild: Uwe Rohwedder [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)])

        Ahrensburg größte Attraktion ist selbstverständlich das Wasserschloss und die erhaltenen Gutsgebäude, wie die Mühle, der Marstall mit der Reithalle sowie die Schlosskirche mit den Gottesbuden. Im schneeweißen Schloss ist ein Museum untergebracht, außerdem wird es für Veranstaltungen (Lesungen, Konzerte, Kino), Feste und Trauungen genutzt. Der Marstall ist heute ein Kulturzentrum mit wechselndem Veranstaltungsprogramm und kann außerdem für Events gebucht werden, die Schlosskirche die Heimat der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Ahrensburg.

        Auch die Ahrensburger Innenstadt ist einen Besuch wert. Hier finden sich noch viele kleine, inhabergeführte Läden, Cafés und Restaurants, die alles andere als 08/15 sind und zu einem ausgiebigen Stadtbummel einladen.

        Zentrum Ahrensburg
        Das Rondeel ist das Zentrum der Ahrensburger Innenstadt
        (Bild: hh oldman [CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)] ​

        Im Stadtteil Wulfsdorf befindet sich einerseits das Haus der Natur, eine Umweltbildungsstätte, inmitten eines schönem, weitläufigen Park mit altem Baumbestand und Teichen. Anderseits ist hier der Demeter-Hof Gut Wulfsdorf beheimatet, der seine Bioprodukte hier im eigenen Hofladen und Café vertreibt.

        Hofladen Gut Wulfsdorf
        Der Hofladen des biodynamisch bewirtschafteten Gutes Wulfsdorf
        (Bild: Aufbacksalami [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)])

          Stadt-Charakteristika

          • #grün
          • #ruhig
          • #exklusiv

          Aktuelle Immobilien in Ahrensburg

          Grundstück (1)
          345.000 €
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          Ess-/Wohnbereich
          1.500 €
          Kaltmiete
          160 m²
          Wohnfläche
          5
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