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Hamburg und Umland

Wohnen in Buxtehude

Die Hansestadt im Norden Niedersachsens steht zu Unrecht oft im Schatten von Hamburg. Denn auch sie hat einiges zu bieten: allem voran eine schöne Altstadt mit Amsterdam-Flair und viel Kultur.

Innenstadt von Buxtehude

Von der Hanse- zur Märchenstadt und zurück

Buxtehude ist nicht nur die Stadt, auf die sich gleich mehrere, nicht immer schmeichelhafte, geflügelte Worte beziehen ("Geh' doch nach Buxtehude", "Dort, wo die Hunde mit dem Schwanz bellen"), und Schauplatz des Märchens "Der Hase und der Igel", sondern darf seit 2014 auch ganz offiziell den Titel Hansestadt tragen, was ihrem Image einigen Aufschwung verliehen hat.

    Daten und Fakten zu Buxtehude

    • Bundesland: Niedersachsen
    • Landkreis: Stade
    • Größe: 76,49 Quadratkilometer
    • Einwohner: 40.176 (Stand: September 2019)
    • Entfernung zu Hamburg: ca. 37 Kilometer
    • Schulen: 6 Grundschulen, 1 Hauptschule, 1 Realschule, 2 Gymnasien, 1 Integrierte Gesamtschule (IGS) mit Oberstufe, 2 Förderschulen, 1 Berufsschule, 1 private Fachhochschule
    • Kindertagesstätten: 21

    Geografie und Geschichte von Buxtehude

    Die Stadt liegt südwestlich von Hamburg im Norden Niedersachsens an der Bundestraße 73 nach Stade. Landschaftlich ist sie geprägt von der flachen Elbmarsch (Altes Land) im Norden und der hügeligen Geest im südlichen Stadtgebiet. Buxtehude setzt sich aus der Kern-/Altstadt und acht Ortsteilen zusammen und wird von Süden nach Norden vom schmalen Fluss Este durchflossen.

    Schon 959 wird mit "Buochstadon" ein Vorläufer des Ortes erstmals urkundlich erwähnt. Die Endung -hude (mittelniederdeutsch für "Schiffsanlegestelle") taucht dann 1135 auf, damals noch als "Buchstadihude", was jedoch bald zu Buxtehude zusammengezogen wird.

    Im Mittelalter war der Ort eine Stadtfestung mit Festungsgraben. Der Fluss Este wurde nach niederländischem Vorbild in einem grachtartigen Fleet durch den Ort geführt. 1285 war Buxtehude die erste deutsche Stadt, die planmäßig um ein zentrales Hafenbecken herum angelegt wurde. 1328 erhielt sie offiziell das Stadtrecht.

    1363 findet Buxtehude erstmals als aktives Mitglied des maritimen Städtebundes Hanse Erwähnung, dem unter anderem auch Hamburg und Lübeck angehörten. Innerhalb der Hanse macht sich die Stadt vor allem durch den Getreidehandel einen Namen.

    Später wurde die Stadtfestung durch fünf Zwinger ergänzt, von denen heute noch der Marschtorzwinger erhalten ist, der vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stammt und heute ein Kulturzentrum ist.

    Nach dem Dreißigjährigen Krieg stand Buxtehude unter verschiedenen Besatzungen, zunächst durch die Schweden, dann kurz durch die Dänen, bis sie 1715 schließlich an Hannover fiel, aber selbstständig verwaltet wurde.

    1837 wurde die Chaussee zwischen Harburg und Stade durch die Stadt verlegt, die als Bundesstraße heute noch die direkte Verbindung zwischen Hamburg, Buxtehude und Stade darstellt.

    Dem niederdeutschen Schriftsteller und Zeitungsverleger Wilhelm Schröder ist es zu verdanken, dass Buxtehude den Beinamen "Märchenstadt" bekam. Er veröffentlichte 1840 im Hannoverschen Volksblatt erstmals das volkstümlich überlieferte Märchen vom Wettlauf zwischen Hasen und dem Igel. Die erste Fassung war niederdeutsch und trug den Titel "Dat Wettlopen twischen den Hasen un den Swinegel up de lütje Heide bi Buxtehude" ("Das Wettlaufen zwischen dem Hasen und dem Igel auf der kleinen Heide bei Buxtehude"). Seitdem gilt die Stadt als Schauplatz dieses Märchens, das drei Jahre später dann auch unter dem Namen "Der Hase und der Igel" in der fünften Auflage der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm erschienen ist.

    Im Jahre 1866 verliert das Königreich Hannover seine Unabhängigkeit und auch Buxtehude fällt an Preußen. 1881 wird die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen und die Bahnhofsstraße entsteht. Einen Schicksalsschlag erlebt Buxtehude im Jahr 1911 als ein Großbrand Teile der Kernstadt, inklusive Rathaus, zerstört.

    Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg bekam die Stadt durch die Eingemeindung der Ortschaften Altkloster und Neuland einen größeren Bevölkerungszuwachs von rund 3.500 auf etwa 7.000 Einwohner. Nach dem Krieg verdoppelte sie sich durch den Zuzug von Vertriebenen noch einmal. Auch aus dem zerbombten Hamburg kamen viele hierher.

    Das lag auch daran, dass Buxtehude 1958 zum Aufbauort für Hamburg erklärt wurde, das heißt, dass Wohnungsbau und Gewerbeansiedlung öffentlich gefördert wurden. Denn Buxtehude selbst war im Krieg von größeren Bombenangriffen, mit einer Ausnahme 1945, bei dem aber "nur" 12 Menschen getötet sowie Gleis- und Fabrikanlagen zerstört wurden, weitestgehend verschont geblieben.

    1966 knackte Buxtehude die 20.000-Einwohner-Marke und erhielt damit ein Jahr später den Rechtsstatus einer selbstständigen Stadt. 1972 kam es mit den Gemeinden Daensen, Eilendorf, Immenbeck, Ketzendorf und Ovelgönne aus dem Landkreis Harburg sowie Dammhausen, Hedendorf, Neukloster und Ottensen aus dem Landkreis Stade zu weiteren Eingemeindungen und die Bevölkerung wuchs auf fast 30.000 an.

    Ab 1980 wurde die Altstadt umfassend saniert und verkehrsberuhigt, was ihr bis heute sehr zugutekommt. Durch den Anschluss ans Hamburger S-Bahnnetz wurde 2007 die Anbindung Buxtehudes an die Metropole deutlich verbessert. Im Jahr 2013 wurde das Quartier ums Rathaus noch einmal saniert.

    2014 wurde Buxtehude vom niedersächsischen Innenminister die Hanse-Urkunde verliehen. Seitdem darf die Stadt offiziell die Bezeichnung "Hansestadt" tragen.

      Leben und Arbeiten in Buxtehude

      Wie an vielen Orten im Hamburger Umland ist in Buxtehude vor allem bezahlbarer Wohnraum knapp. Die Stadt sucht daher gerade nach Vermietern zur Zusammenarbeit, um Wohnungen für Notfälle zu schaffen. Sie tritt dann als Mieter ein, um Menschen, die zum Beispiel wegen Krankheit, Trennung oder negativem Schufa-Eintrag besonders von der Wohnungsnot betroffen sind, unter die Arme zu greifen.

      Immobilien kaufen ist in Buxtehude zwar deutlich günstiger als im näheren Umkreis von Hamburg und in der Metropole selbst, die Preise bewegen sich bei den Neubauten dennoch im oberen Drittel des Umlanddurchschnitts, während die Stadt bei den Bestandsimmobilien etwa im Mittelfeld liegt. Ein Ein- oder Zweifamilienhaus kostet hier 2.250 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter (Bestand) bzw. 2.500 bis 3.000 Euro (Neubau), eine Eigentumswohnung wird für 2.000 bis 2.250 Euro (Bestand) bzw. 3.000 bis 4.000 Euro pro Quadratmeter (Neubau) gehandelt (Quelle: LBS Bausparkasse, April 2019).

      In den drei Gewerbegebieten der Stadt sind mehrere große Unternehmen ansässig, unter anderem Airbus, das hier Kabinentechnik herstellt, und Unilever, das in Buxtehude Duschgels und Lotionen der Marken Axe, Dove, Lux und Rexona produziert, sowie NSB, eine der größten Reedereien Deutschlands. Mit dem neuen Gewerbegebiet Övelgönne wird hier außerdem für junge Unternehmen und Startups ein gutes Umfeld geschaffen.

      Für Menschen, die in Hamburg arbeiten, aber etwas ruhiger, beschaulicher und günstiger leben wollen, ist Buxtehude als Wohnort aufgrund der guten Anbindung durch die S-Bahn, Bundesstraße und den Nahverkehr der Deutschen Bahn attraktiv. Die Bahnfahrt bis zum Hamburger Hauptbahnhof dauert etwa 40 Minuten. Mit dem Auto ist die Innenstadt in etwa 50 Minuten zu erreichen. Die Hauptverbindung ist die B73, etwas schneller geht es aber oft, wenn ein größerer Schlenker über die A1 gefahren wird. Derzeit wird mit der A26 auch an einer direkten Autobahnverbindung zwischen Stade, Buxtehude und der A7 bei Hamburg gebaut. Der Teilabschnitt bei Buxtehude soll im Sommer 2021 fertiggestellt sein.

      Auch Familien mit Kindern sind in Buxtehude gut aufgehoben und fühlen sich hier entsprechend wohl. Es gibt nicht nur ein breites Angebot an Aktivitäten für Kinder und Jugendliche (z. B. Spielplätze, Freizeithaus, Skateplatz, Frei- und Hallenbad und KinderKUNSTfest), sondern auch der Verkehr ist besonders familienfreundlich geregelt: In der Stadt gilt, mit Ausnahme der Hauptverkehrsstraßen, Tempo 30. 

      Seit 2004 ist außerdem die staatlich anerkannte, private hochschule 21 in Buxtehude ansässig, die acht duale Studiengänge in den Bereichen Gesundheit (Pflege, Hebamme und Physiotherapie), Technik (Mechatronik sowie Gebäudetechnik und -automation) und Bauwesen (Architektur, Bauingenierwesen und Wirtschaftsingenieurwesen) anbietet.

        Aktivitäten und Sehenswertes in Buxtehude

        Das Herzstück Buxtehudes ist die historische Altstadt mit dem Fleet (siehe Titelbild), an dem ein bisschen Amsterdam-Feeling aufkommt, ihren niedrigen Fachwerkhäusern und den vielen historischen Bauwerken wie der Mühle (19. Jh.), der St.-Petri-Kirche (13./14. Jh.), dem Marschtorzwinger (16. Jh.), dem Bürger- (17. Jh.), Abts- (1628) und Fuhrmannshaus (1553) sowie dem Straßenzug Stavenort (16. Jh.). Als Zeugin der Blütezeit der Hanse liegt im Hafen der historische Ewer "Margareta" vor Anker.

        Die Stadt ist stolz auf ihr breites kulturelles Angebot mit Theater, Konzerten, Ausstellungen, Museum und Lesungen. Eine Besonderheit ist, dass es in Buxtehude nicht nur eine Biblio-, sondern auch eine Archothek gibt, wo keine Bücher, sondern Kunstwerke ausgeliehen werden können. Wer also schon immer mal einen Andy Warhol im Wohnzimmer hängen haben wollte, wird hier fündig. Nahezu in allen Bereichen sind Hase und Igel präsent, allen voran durch den Has’-und-Igel-Brunnen von Fritz Fleer. Es gibt sogar einen Has' und Igel-Radwanderweg rund um Buxtehude.

        Regelmäßige Veranstaltungen sind das international music festival, das Hansefest "Hanse Ahoi", die Pistennacht, das Altstadtfest, die Ökomesse "Vor Ort Fair-Ändern", das Internationale Märchenfestival und das Buxtehuder Wintermärchen. Außerdem wird hier bereits seit 1971 der renommierte Jugendliteraturpreis "Buxtehuder Bulle" verliehen, den unter anderem schon Autoren wie Suzanne Collins ("Die Tribute von Panem"), Stephenie Meyer ("Bis(s) zum Morgengrauen"), Jostein Gaarder ("Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort") und Michael Ende ("Die unendliche Geschichte") gewonnen haben.

        Auch Sport wird in Buxtehude groß geschrieben. Im nahen Estetal befindet sich der Estering, eine Rallycross-Strecke, auf der auch die Deutschen Meisterschaften stattfinden. Die Handballerinnen des Buxtehuder Sportvereins spielen bereits seit 1989/90 in der Ersten Handball-Bundesliga der Frauen, 2015 und 2016/17 gewannen sie den DHB-Pokal. Auch die A-Jugendmannschaft spielt in der Bundesliga und konnte in den Jahren 2016 und 2017 den Titel des Deutschen Meisters holen.

        2015 wurde ein Wanderwegenetz mit acht Routen zwischen fünf und 23 Kilometern Länge ausgewiesen, die entweder durch die Buxtehuder Altstadt oder die abwechslungsreichen Landschaften des Umlandes führen, entlang der Este, durchs Alte Land, Moor, Marsch und Geest. Mit dem Neukloster Forst gehört auch ein großer Wald zum Stadtgebiet Buxtehudes.

        Stadt-Charakteristika

        • #ruhig
        • #bodenständig
        • #jung

        Aktuelle Immobilien in Buxtehude

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