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Wohnen in Hamburg-HafenCity

Die HafenCity gehört zu Hamburgs jüngsten und zugleich interessantesten Stadtteilen. Und das nicht nur für Touristen, sondern auch als Wohnort.
Die Hamburger HafenCity von oben

Hamburger Hafenchic mit Baulärm und "Elphi"

Die Hamburger HafenCity ist die Stadt in der Stadt Hamburg. Hier am Wasser treffen Bauarbeiter, Einheimische, Büromenschen und Touristen zusammen und schaffen einen pulsierenden Stadtteil. Während viele Hamburger dem neuen Stadtteil anfangs eher skeptisch gegenüberstanden, verstummen die kritischen Stimmen zunehmend und das Viertel wird immer beliebter.

Geografie und Geschichte der HafenCity

Seit 1997 das erste Mal von der HafenCity gesprochen wurde, hat sich viel getan im ehemaligen Freihafengebiet an der Elbe. Das berühmteste Vorbild für die Umnutzung der ursprünglichen Hafenflächen als Wohn- und Arbeitsort waren die Docklands in London. Nachdem 2000 der Masterplan für die Hamburger HafenCity beschlossen wurde, konnten 2005 die ersten Bewohner ihre Wohnungen beziehen, 2008 wurde die HafenCity, genauso wie die Sternschanze, offiziell zum Stadtteil Hamburgs erklärt. Ein Jahr später war der Bau des ersten Quartiers abgeschlossen. Es erfolgten der Ausbau der U-Bahn-Linie U4 bis in die HafenCity sowie 2014 die Eröffnung der HafenCity-Universität.

Hier lohnt sich selbst U-Bahnfahren. Die Haltestelle HafenCity Universität besticht mit einer Lichtshow sowie Verdi & Co. 

Der Stadtteil umfasst den Großen Grasbrook, das heißt den nördlichen Teil der ehemaligen Elbinsel Grasbrook, sowie die auf den ehemaligen Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm gelegene historische Speicherstadt. Im Westen und Süden wird er von der Elbe, im Norden von der Innenstadt begrenzt.

Die Hamburger HafenCity ist das derzeit größte innerstädtische Bauprojekt in Europa. Für Furore sorgte 2017 die Eröffnung der Elbphilharmonie ("Elphi"), die erst sieben Jahre später als geplant stattfand und dessen Baukosten um mehr als das 11-fache höher waren als ursprünglich veranschlagt. Das 110 Meter hohe Gebäude beherbergt nicht nur zwei Konzertsäle, sondern auch ein Fünf-Sterne-Hotel sowie um die 50 Eigentumswohnungen, von denen eine Schlagersängerin Helene Fischer gekauft haben soll.

Karte Hamburger Hafen 1910
derivative work: Emma7stern [Public domain]
Der Hamburger Hafen mit dem Gebiet der heutigen HafenCity um 1910

 

Der Bau der HafenCity gliedert sich in zehn Quartiere, von denen einige bereits fertiggestellt sind (z. B. Am Sandtorkai/Dalmannkai, Am Sandtorpark/Grasbrook) sowie andere sich in Bau oder Planung befinden. Bis spätestens 2030 soll die HafenCity, bestehend aus je zu ca. einem Drittel Wohn- und Büroflächen sowie zusätzlich Einrichtungen für Wissenschaft, Kultur, Freizeit, Tourismus, Einzelhandel und Gastronomie, fertiggestellt sein.

Leben und Arbeiten in der HafenCity

Von Beginn an gab es Befürchtungen, dass sich das Wohnungsangebot lediglich an Besserverdiener richtet. Diese sind nicht ganz unbegründet, denn die Zahl der öffentlich oder genossenschaftlich geförderten Wohnungen mit mittleren Mietpreisen liegt deutlich unter denen im höheren Preissegment: Im gesamten Stadtteil sind insgesamt ca. 7.500 Wohneinheiten geplant, davon nur 1.500 bis 2.000 gefördert. Etwa 3.000 Wohnungen sind bereits fertiggestellt. Mit dem Ende der Baumaßnahmen sollen in der HafenCity ca. 15.000 Menschen ein Zuhause finden, aktuell sind es ca. 4.600 Bewohner.

Miet- und Wohnungspreise in der HafenCity

  • geförderte Wohnungen: zwischen 6,50 und 8,70 Euro/qm
  • genossenschaftliche oder preisgedämpfte Mietwohnungen: zwischen 9,50 und 14 Euro/qm
  • Mietwohnungen: zwischen 12 und 20 Euro/qm
  • Eigentumswohnungen: 3.500 bis 10.000 Euro/qm
  • einzelne Objekte, Penthouses o. ä.: über 10.000 Euro/qm

(Quelle: Hafencity.com, Stand: 03.12.2019)

Interessanterweise scheint der Zuzug in die HafenCity auch für (bessergestellte) Familien zunehmend attraktiv zu sein. Der Anteil an Haushalten mit Kindern liegt bereits über dem Hamburger Durchschnitt, die schon bestehende bzw. geplante Ausstattung des Stadtteils mit Schulen und Kindergärten ist sehr gut. Bis 2023 sollen zwei große Schulzentren eröffnet sein, eine Grundschule und sechs Kindertagesstätten sind bereits in Betrieb, zwei weitere Kitas in Bau oder Planung.

Doch die HafenCity ist nicht nur zum Wohnen, sondern - sogar im überwiegenden Teil - auch zum Arbeiten gedacht. Bisher haben sich hier 75 Unternehmen angesiedelt, darunter mehrere große Firmen. Bis zu 45.000 Arbeitsplätze, überwiegend im Büro, sollen hier entstehen.

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in der HafenCity

Ein häufiger Kritikpunkt am Stadtteil ist, dass er zu wenig grün sei - und das mag auch stimmen, zumindest im Vergleich mit anderen Vierteln Hamburgs. Dennoch ist der Stadtteil noch eher ruhig und es gibt einige grüne Flecken, zum Beispiel den Lohsepark, den größten Park der HafenCity. Einen schönen Kinderspielplatz mit Piratenschiff gibt es im Grasbrookpark im gleichnamigen Quartier. Auch im noch im Bau befindlichen Quartier am Baakenhafen ist ein Park geplant. Dazu werden extra eine Halbinsel künstlich angelegt und ein Rodelberg aufgeschüttet.

Denn in der HafenCity lässt sich natürlich besser als anderswo am Wasser entspannen. Beliebte Treffpunkte sind unter anderem die parkähnlich angelegten Marco-Polo-Terrassen und die neu angelegte Promenade am Baakenhafen sowie die Magellan-Terrassen am Traditionsschiffhafen Sandtorhafen mit angrenzendem Park. Die Bewohner des Dalmannkais erholen sich gerne auf dem Vasco-da-Gama Platz am Grasbrookhafen. Ein Highlight für Erholungssuchende ist die öffentlich zugängliche Plaza auf der Elbphilharmonie, einer besonders bei schönem Wetter gut besuchten Aussichtsplattform auf 37 Metern Höhe mit Blick über die Stadt und die Elbe.

Elbphilharmonie am Abend
Andi Graf / Pixabay
Die Elbphilharmonie vom Wasser aus betrachtet

Kulturell lockt der neue Stadtteil neben der Elphi mit ihrem herausragenden, hoch gelobtem Konzertprogramm mit zahlreichen Museen. Die meisten davon sind in der denkmalgeschützten Speicherstadt, die für sich schon einen Besuch wert ist, gelegen, darunter das Internationale Maritime Museum, das Speicherstadtmuseum, das Zollmuseum, das Gewürzmuseum, das Hamburger Dungeon, das Miniatur Wunderland sowie ein Automuseum.

Architekturliebhaber können im Stadtteil zwischen Moderne und Vergangenheit wandeln - von den modernen, geradlinigen Gebäuden der neuen HafenCity mit der Elphi als weithin sichtbares Schmuckstück bis zu den backsteinernen Lagerhäusern der alten Speicherstadt mit ihren Türmen, Giebeln und Kontoren.

Touristen und andere Interessierte erkunden die HafenCity und die Kanäle der Speicherstadt gern per Boot oder seit wenigen Jahren auch im Riverbus, Deutschlands einzigem Amphibienfahrzeug, der hier seit 2016 an Land und im Wasser unterwegs ist.

Seit 2016 fährt der einmalige Hafencity Riverbus Touristen durch die Stadt - an Land und im Wasser 

Der Amphibienbus startet seine Stadt- und Flussrundfahrt am Brooktorkai in der Speicherstadt, fährt auf der Straße durch die HafenCity, wassert auf der Halbinsel Entenwerder und schippert elbaufwärts zur Billwerder Bucht und zum Holzhafen. Anschließend fährt er in Entenwerder wieder zurück an Land und vorbei am Großmarkt und am Oberhafen zurück in die Speicherstadt. Die ganze Fahrt dauert 70 Minuten, davon ist der Schwimmbus 30 Minuten auf der Elbe unterwegs.

Stadtteil-Charakteristika

  • #exklusiv
  • #modern
  • #urban

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