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Hamburg und Umland

Wohnen in Hamburg-Hoheluft

Der Stadtteil Hoheluft-West ist der am dichtesten besiedelte Stadtteil Deutschlands. Dennoch zieht es gerade junge Familien hierher.
Wohnhaus in Hoheluft-Ost

Vom 40-Seelen-Dorf zu „Hamburgs schönstem Wohnplatz“

Die beiden Stadtteile Hoheluft-Ost und Hoheluft-West sind geprägt von schönen Altbauten und einer ganz eigenen Gemütlichkeit – trotz vieler Menschen und viel Verkehr.

Geografie und Geschichte von Hoheluft

Hoheluft zwischen Eimsbüttel, Eppendorf, Harvestehude und Lokstedt besteht aus den beiden kleinen Stadtteilen Hoheluft-West und Hoheluft-Ost. Während ersteres zum Bezirk Eimsbüttel gehört, ist Hoheluft-Ost dem Bezirk Hamburg-Nord zugeordnet.

Hoheluft hat sich seit Beginn des 19. Jahrhunderts von einem Flurstück, das zu Eppendorf gehörte und nur 40 Einwohner hatte, zum am dichtesten besiedelten Viertel Hamburgs entwickelt. Erst nach Aufhebung der Torsperre wurde Hoheluft ab 1870 nach und nach besiedelt, gehörte aber weiterhin zu Eppendorf.

Neben Wohnhäusern siedelte sich auch Industrie in Hoheluft an, zum Beispiel ab 1892 der Betriebshof der Straßen-Eisenbahn Gesellschaft (SEG), woraus die Fahrzeugwerke Falkenried hervorgingen, die hier noch bis 1999 Straßenbahnfahrzeuge bauten und von Hoheluft in die ganze Welt importierten. Heute hat die Firma ihren Sitz in Hummelsbüttel.

Mir gefällt übrigens die irgendwie auch bekloppte Aufteilung des Quartiers in einen Ost- und einen Westteil – als wären wir hier in Berlin, nur halt immer schon ohne Mauer.

Thomas Andre, Kultur-Redakteur beim Hamburger Abendblatt (Quelle: abendblatt.de)

1895 wurde die von Eppendorf losgelöste evangelische Kirchengemeinde Hoheluft gegründet und damit der erste Schritt zur Eigenständigkeit gelegt. Doch erst seit 1939 ist Hoheluft ein eigenständiger Stadtteil, der seit 1951 den Namen Hoheluft-West trägt, weil das bis dato noch zum Stadtteil Eppendorf gehörige Hoheluft-Ost nun auch zu einem eigenständigen Stadtteil erklärt wurde.

Leben und Arbeiten in Hoheluft

Hoheluft-Ost ist nur 0,6, Hoheluft-West 0,7 Quadratkilometer groß und damit gehören sie zu den kleinsten Stadtteilen Hamburgs. Dabei sind die beiden Teile aufgrund ihrer zentralen Lage und gleichzeitiger Beschaulichkeit aber sehr beliebte Wohnlagen, was sie zu den beiden am dichtesten besiedelten Vierteln der Stadt macht. Hoheluft-West ist Statistiken zufolge außerdem der am stärksten verdichtete Stadtteil in ganz Deutschland.

"Dichte muss kein Qualitätsverlust bedeuten – ganz im Gegenteil. Urbane Qualität entsteht erst ab einer gewissen Dichte."

Stadtforscher Dieter Läpple im Hamburger Abendblatt zu Hoheluft-West (Quelle: abendblatt.de)

In Hamburg zählen die beiden zu den teuren Pflastern, insbesondere Hoheluft-Ost – so ist es kein Wunder, dass das durchschnittliche Einkommen der Einwohner hier deutlich über dem Hamburger Durchschnitt liegt.

Blick auf die Falkenried Terrassen
hh oldman [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons
Falkenried-Terassen in Hoheluft-Ost

Die Lage und Beliebtheit des Viertels schlägt sich also auch in den Miet- und Immobilienpreisen nieder. Dennoch gibt es Ausnahmen: In Hoheluft-Ost sind das die beliebten Falkenried-Terassen, zweigeschossige sanierte Altbauten mit 324 kleinen Appartements zu erschwinglichen Mietpreisen. Der Wohnkomplex wird von einer Mietergenossenschaft selbstverwaltet und ist öffentlich gefördert (Wohnberechtigungsschein vonnöten). Obwohl nah der Innenstadt herrscht hier in kleinen Gassen und grünen Innenhöfen eine Atmosphäre, die an die dörfliche Geschichte des Viertels erinnert.

Schicker und teurer ist es im Falkenried Quartier, wo zwischen 2003 und 2006 auf dem ehemaligen Werksgelände fast 500 Eigentumswohnungen, Stadthäuser, Geschäfte und Büros entstanden sind. Das Quartier wurde gleich mehrfach mit Architekturpreisen ausgezeichnet, zum Einen für sein Wahrzeichen den Falkenried Tower, zum anderen für die gesamte Gestaltung. So bekam es den Deutschen Städtebaupreis (2004) und erhielt von der Behörde für Stadtentwicklung das Prädikat „Hamburgs schönster Wohnplatz“.

Durch ihre Gemütlickeit unterscheiden sich die beiden kleinen Stadtteile auch von ihren größeren Nachbarn – obwohl die Grenzen fließend bleiben und mancher Bewohner von Hoheluft-West sich als Eimsbüttler und mancher von Hoheluft-Ost als Eppendorfer sieht.

Während die Bevölkerung im östlichen Hoheluft altersmäßig sehr durchmischt ist, zieht es in den westlichen Stadtteil besonders junge Menschen und Familien. Das liegt vor allem daran, dass es hier noch etwas entspannter und bodenständiger zugeht sowie am Isebekkanal, dessen Umgebung mit Spielplätzen und Grünflächen lockt. Außerdem gibt es genügend Kitas und Schulen, die durch die Enge des Stadtteils auf kurzen Wegen erreichbar sind.

Blick auf das Falkenried-Quartier im Sommer
hh oldman [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons
Falkenried-Quartier in Hoheluft-Ost
Falkenried Innenhof
hh oldman [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons
Innenhof vom Falkenried Quartier
Falkenried-Tower
Ajepbah [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
Falkenried Tower

Die beliebteste Wohnlage im westlichen Teil ist das Generalsviertel zwischen Bismarckstraße und Eppendorfer Weg, das diesen Namen trägt, weil seine Straßen nach preußischen Generälen benannt wurden. In niedrigen Jugendstilhäusern befinden sich hier schöne Altbauwohnungen, von denen der Großteil Eigentumswohnungen sind.

 

Straße im Generalsviertel
Soumabrata Roy / GFDL/CC-BY-SA-2.5,2.0,1.0, Wikimedia Commons
Das Generalsviertel in Hoheluft-West ist begehrt - Parkplätze ebenso

Was es in Hoheluft weniger gibt, sind ausreichend Parkplätze. Der kluge Anwohner steigt daher lieber aufs Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel um – die Anbindung an die naheliegende Innenstadt ist durch Bus und Bahn hervorragend.

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Hoheluft

Das Leben – und der Verkehr – brummt an der Hoheluftchaussee. Dort sowie am Eppendorfer Weg gibt es zahlreiche Shoppingmöglichkeiten und Restaurants, die Speisen aus aller Welt anbieten. Auch das Sushi-Restaurant Ono von TV-Koch Steffen Henssler ist in Hoheluft angesiedelt.

Wer dem Trubel der Hauptstraßen entfliehen will, schlendert durch die kleinen Gassen des Viertels oder findet am Isebekkanal Erholung im Grünen. Auch die Alster mit all ihren Freizeitmöglichkeiten ist nicht weit entfernt. Ein Highlight für die jüngsten Einwohner ist neben den Spielplätzen am Isebekkanal der Geisterspielplatz an der Wrangelstraße in Hoheluft-West.

"Das Viertel ist sehr grün, aber nicht so geleckt."

Nadja Kienast, Goldschmiedemeisterin in Hoheluft-West zum Hamburger Abendblatt (Quelle: abendblatt.de)

Auch Touristen zieht es regelmäßig nach Hoheluft-West und zwar in die Eppendorfer Grillstation im Eppendorfer Weg, dem berühmten Imbiss in dem die Fernsehserie „Dittsche“ mit Olli Dietrich gedreht wird.

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Stadtteil-Charakteristika

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  • #bodenständig
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