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Wohnen in Hamburg

Skyline von Hamburg am Abend

Canetti / Shutterstock

Wer in Hamburg wohnt, lebt immer nah am Wasser, meistens irgendwie im Grünen und trotzdem urban - das sind die beliebtesten Stadtteile.

Vom Elbvorort bis Eppendorf: Hamburgs Stadtteile

Hamburger - das sind die Meisten aus Überzeugung bis hin zur völligen Hingabe an die schöne Stadt an der Elbe. Manche kommen wegen der Arbeit oder dem Studium, viele aber auch einfach wegen der Stadt selbst. Der Rest ergibt sich dann. In Hamburg gibt es viele Möglichkeiten. Und natürlich auch Probleme, wie in jeder Stadt: hohe Mieten, Kriminalität und Arbeitslosigkeit. Aber alles in allem ist Hamburg eine lebenswerte Stadt und jeder Stadtteil hat seinen ganz eigenen Reiz. Einige der beliebtesten Wohnviertel stellen wir in unserem Magazin vor.

Wissenswertes über Hamburg

Übersichtskarte von Hamburgs Bezirken
Die Bezirke der Stadt Hamburg
(Bild: Flor!an / Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 Unported/GNU Free Documentation License])

Die Freie und Hansestadt Hamburg gliedert sich in sieben Bezirke mit insgesamt 104 Stadtteilen, in denen circa 1,8 Millionen Menschen zuhause sind - Tendenz steigend. Damit ist sie nach Berlin die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Charakteristisch für Hamburg sind die unzähligen Kanäle, die die gesamte Stadt durchziehen, die Alster und natürlich die Elbe. Neben dem Wasseranschluss machen auch die zahlreichen Grün- und Parkflächen Hamburg zu einer besonders lebenswerten Großstadt.

Hamburgs beste Stadtteile: Übersicht

Wohnlage: Zentral, grün oder ruhig gelegen?

In der Hansestadt schließt sich das eine nicht unbedingt aus. Viele Stadtteile sind urban und gleichzeitig sehr grün. Die Wassernähe ist überall mehr oder weniger zu spüren und wer wirklich ruhig, aber dennoch stadtnah wohnen möchte, zieht in die Außenbezirke oder ins Umland.

Altona: Multikultiviertel mit bewegter Geschichte

Das schmucke Altonaer Rathaus ist eines der wenigen Relikte aus Altonas Zeit als selbstständige Stadt
(Bild: Travelling Thilo / Shutterstock)

Die beiden Stadtteile Altona-Altstadt und Altona-Nord sind nicht mega-angesagt. Dafür aber tolerant, weltoffen und einfach authentisch, weshalb Altona gerade bei jungen Familien oder Paaren und Singles beliebt ist. Zudem blickt der gleichnamige Bezirk auf eine sehr lebendige Geschichte zurück, unter anderem auf über 200 Jahre dänische Herrschaft.

Barmbek: Alter Charakter bei neuem Charme

Die drei Mundsburg-Tower im Stadtteil Barmbek-Süd sind um die 100 Meter hoch
(Bild: Gerckens-Photo-Hamburg / Shutterstock)

Barmbek mit seinen beiden Stadtteilen Nord und Süd befindet sich im Wandel. Doch auch wenn die Stadtplaner und junge Menschen ihr Potenzial längst erkannt haben und frischen Wind in die ehemalige Arbeitervorstadt bringen, behalten die beiden Stadtteile ihren ursprünglichen Charakter und ihre leicht verruchte Bodenständigkeit bei.

Eilbek: Schlichtes Arbeiterviertel mit Potenzial

Grün ist Eilbek vor allem am Kanal und im Park. Ansonsten dominieren Rotklinker das Straßenbild
(Bild: Bernhard Diener [CC BY-SA])

Manch einer, zum Beispiel der Leiter des Bezirksamtes Wandsbek Thomas Ritzenhoff, sagt dem kleinen Stadtteil Eilbek am gleichnamigen Kanal eine große Zukunft voraus. Bisher zeichnet sich das einfache Wohnviertel jedoch vor allem durch seine ruhige Atmosphäre und gute Anbindung an die Hamburger Innenstadt aus.

Eimsbüttel: Wo grünes Leben großgeschrieben wird

Eimsbüttel wird immer wieder zu Hamburgs beliebtesten Stadtteil gewählt - nicht zuletzt wegen seiner schönen Altbauten
(Bild: hh oldman [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons)

Der Stadtteil Eimsbüttel ist geprägt durch schmuckvolle Altbaufassaden sowie seine ökologische Stadtteilkultur. Wer den Trubel sucht, gerne gut essen oder nachhaltig shoppen geht und zwischendurch auch mal schnell im Grünen Pause machen will, ist hier genau richtig.

Eppendorf: Das schickste Dorf Hamburgs

Schöne, weiße Jugendstilfassaden sind charakteristisch für Eppendorf

Wer im Stadtteil Eppendorf wohnt ist reich, schön, erfolgreich und fährt einen Porsche Cayenne - Klischees über das schicke Viertel gibt es viele, manche wahr, manche nicht. Doch Eppendorf besticht vor allem durch schmucke Architektur, tolle, renovierte Altbauwohnungen und viele Grün- und Naherholungsflächen mit Wasseranschluss.

HafenCity: Hamburger Hafenchic mit Baulärm und "Elphi"

Die HafenCity ist einer der jüngsten und zugleich sicherlich Hamburgs meistfotografierter Stadtteil
(Bild: Daniel-Froehlich / Shutterstock)

Der Stadtteil HafenCity ist die Stadt in der Stadt Hamburg. Hier am Wasser treffen Bauarbeiter, Einheimische, Büromenschen und Touristen zusammen und schaffen einen pulsierenden Stadtteil. Während viele Hamburger dem neuen Stadtteil anfangs eher skeptisch gegenüberstanden, verstummen die kritischen Stimmen zunehmend und das Viertel wird immer beliebter. Spätestens 2030 soll es ganz fertiggestellt sein.

Harvestehude: Villenviertel trifft Hochhaussiedlung

Der Eichenpark und das Alstervorland sind beliebte Naherholungsflächen im vornehmen Harvestehude
(Bild: Pauli-Pirat [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons)

Wenn Eppendorf schick ist, ist der benachbarte Stadtteil Harvestehude dezent vornehm. Hier wohnen wirklich reiche Hamburger in pompösen Villen an der Alster - auf dem Isemarkt trifft sich die Prominenz. Aber Harvestehude sind auch die bis zu fünfzehnstöckigen Grindelhochhäuser und vereint damit zwei wahre Gegensätze in einem Stadtteil.

Hoheluft: Vom 40-Seelen-Dorf zu "Hamburgs schönstem Wohnplatz"

Schöner begrünter Innenhof im Stadtteil Hoheluft-Ost
(Bild: hh oldman [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons)

Die beiden Stadtteile Hoheluft-Ost und Hoheluft-West sind geprägt von schönen Altbauten und einer ganz eigenen Gemütlichkeit – trotz vieler Menschen und viel Verkehr. Denn obwohl sie zu den am dichtesten besiedelten Stadtteilen Deutschlands gehören, zieht es gerade junge Familien hierher.

Rotherbaum: Quirliges Viertel mit Philosophenturm und Millionärsvillen

In der Milchstraße in Pöseldorf (Rotherbaum) stehen schöne Stadthäuser und Villen
(Bild: Staro1 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons)

Der Stadtteil Rotherbaum hat nicht nur die Straßen mit den schönsten Namen, wie Durchschnitt, Milchstraße oder Rutschbahn, sondern ist auch sonst sehr facettenreich. Auf der einen Seite ist er durch das Univiertel geprägt von studentischem Leben, auf der anderen Seite mit der Außenalster und seinen Villen von Luxus und Extravaganz.

Sternschanze: St. Paulis schöne kleine Schwester

Der Schanzenpark und der ehemalige Wasserturm gehören zu den Sehenswürdigkeiten der Schanze
(Bild: FrankHH / Shutterstock)

Der Stadtteil Sternschanze ist zwar der flächenmäßig kleinste in Hamburg, aber cooler geht es kaum. Eigenständig ist das Szeneviertel erst seit 2008, eigensinnig schon viel länger. Hier wohnen diejenigen, denen Eimsbüttel zu gediegen, Altona zu hässlich und St. Pauli zu verrucht ist.

St. Georg: Vom Außenseiter- zum Szene-Viertel

Der Hansaplatz mit dem 17 Meter hohen Hansa-Brunnen ist nicht nur St. Georgs verruchtester Ort, sondern auch sein Zentrum
(Bild: Oksana Shevchenko / Shutterstock)

Der mitten im Zentrum Hamburgs gelegene Stadtteil St. Georg hat sein ursprünglich schlechtes, von Kriminalität und Prostitution geprägtes Image längst abgelegt. Seine Bewohner lieben die Diversität ihres bunten und toleranten Viertels - und versuchen explodierenden Mieten zu trotzen.

St. Pauli: Hamburgs buntestes Viertel

St. Pauli erstrahlt nicht nur bei Nacht in buntem Glanz
(Bild: trabantos / Shutterstock)

Der Stadtteil St. Pauli ist weit über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus vor allem für eins bekannt: den Kiez mit der berühmt-berüchtigten Vergnügungs- und Rotlichtmeile Reeperbahn. Tatsächlich macht diese aber nur einen kleinen Teil des kultigen Viertels aus. Größtenteils wird es zum Wohnen genutzt und lebt von einer bunt gemischten Bevölkerungsstruktur und einem breiten kulturellen Angebot.

Uhlenhorst: Die schöne Mitte Hamburgs

Das Villenviertel rund um den idyllischen Feenteich gehört zu den exklusivsten Wohnlagen Hamburgs
(Bild: Ralf Gosch / Shutterstock)

Wer im Stadtteil Uhlenhorst lebt, wohnt nicht in, sondern auf der Uhlenhorst, und zugleich ganz nah am geografischen Mittelpunkt der Hansestadt. Das teure, aber bodenständige Viertel mit der "Schönen Aussicht" auf die Alster und Hamburger Sehenswürdigkeiten, wie den Michel und den Fernsehturm, ist insbesondere bei Singles sehr beliebt.

Wandsbek: Weniger ist mehr

Die idyllische Gartenstadt ist das Vorzeigeviertel Wandsbeks und insbesondere bei Familien beliebt
(Bild: Staro1 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons)

Der Stadtteil Wandsbek ist nicht berühmt für seine schöne Architektur und auch nicht für sein lebendiges Nachtleben. Aber es ist das Viertel Hamburgs, in dem die kleinen Leute stark sind. Nachbarschaftlichkeit, ja eine fast dörfliche Gemeinschaft werden hier großgeschrieben, sodass nicht nur die Stadtplaner, sondern auch viele "alte" Wandsbeker bestrebt sind, ihrem Viertel einen neuen Anstrich und ein besseres Image zu verpassen.

Winterhude: Das grüne Herz der Stadt

Die Villen an der Alster sind Winterhudes Aushängeschild, im Stadtteil lebt es sich aber auch weniger mondän
(Bild: hbpictures / Shutterstock)

Wer im Stadtteil Winterhude lebt braucht sein Viertel eigentlich gar nicht zu verlassen, um alles zu finden, was Hamburg so bietet: Urbanes Leben und New-York-Flair in der City-Nord, Kultur auf Kampnagel oder in einem der vielen Theater, Natur und Entspannung an der Alster oder im Stadtpark sowie diverse Möglichkeiten zum Shopping oder zu sportlichen Aktivitäten.

Weiterführende Inhalte

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