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Immobilienverkauf neu definiert

DNZ #LIVE im Gespräch mit Christian Evers, CEO von Evernest, dem PropTech Start-Up für Immobilienanbieter aus Hamburg.

Der Immobilienverkauf braucht ein neues Verkaufserlebnis!?

Wie fühlt es sich eigentlich an, eine Immobilie zu veräußern und wie können dabei digitale Technologien behilflich sein? Christian Evers, Gründer und CEO von Evernest, spricht mit uns im DNZ #Live Interview über das digitale Verkaufserlebnis im Immobilienbereich und darüber, wie seine datenbasierte Vertriebsplattform Evernest genau diese Erlebnis revolutionieren will. Evernest stattet gut ausgebildete Makler mit modernster Technologie sowie verständlichen Marktdaten aus und befähigt sie zu einem zeitgemäßen Kundenerlebnis. "Ein transparenter und vertrauensvoller Service schafft in Kombination mit der persönlichen Maklerberatung genügend Raum für die emotionale und finanzielle Komponente eines Kaufs oder Verkaufs", verspricht das Start-Up. Klingt spannend? Dann lest hier die Highlights des Interviews oder schaut Euch das Gespräch mit Christian Evers auf unserem YouTube-Kanal an.

 

 

 

Was verbirgt sich hinter "Evernest Urban Real Estate Immobilien"? 

Zum einen der Anspruch, international tätig zu sein und zum anderen in Metropolen - und zwar ausschließlich dort - aktiv zu sein. Uns geht es darum, die Bereiche Wohnimmobilien und Maklertum in das Jahr 2020 zu bringen. Wenn wir ehrlich sind, ist bei vielen Wettbewerbern in diesem Bereich die sog. Customer Experience in den Neunziger Jahren stehengeblieben. Dafür gibt es diverse Gründe: Der Branche ging und geht es seit vielen Jahren gut, es herrschte kein sonderlicher Veränderungs- bzw. Digitalisierungsdruck wie in anderen Branchen vor. Außerdem ist der Immobiliensektor extrem fragmentiert - das bedeutet, es gibt hier in Europa wenig große Player mit Innovationskraft. 

Zusätzlich wird hierzulande ein überaus relevanter Aspekt außer Acht gelassen: Die Dienstleistung bzw. der Prozess, eine Wohnimmobilie zu verkaufen, ist nicht nur eine finanzielle Transaktion sondern ebenfalls ein hoch emotionales Thema. Vielleicht habe ich in einer Immobilie selbst gelebt, habe dort meine Kinder großgezogen, habe geerbt etc. Deswegen ist unser Ansatz bei Evernest, die Customer Journey innerhalb eines Immobilienverkaufs sowohl menschlich als auch maschinell in Form von Data zu optimieren. 

Wie setzt sich Evernest von Wettbewerbern ab?

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die besten Agents zu rekrutieren, aus- und weiterzubilden und sie mit zeitgemäßen Daten und Technologien zusammenzubringen. Klingt erstmal einfach, macht aber so gut wie Niemand.  Häufig hat man traditionelle und erfahrene Immobilienunternehmen mit fehlenden Digitalkenntnissen oder aber die "jungen Wilden", bei denen zwar der Technologie-Grad höher ist, die Branchen-Expertise jedoch fehlt. Wir wollen bei unseren Agents beides vereinen, und zwar im Sinne des Kunden und im Sinne der Transaktion. Also sprich: schneller, reibungsloser, besser. 

Mit welchen Technologien unterstützt Evernest seine Agents?

Wir bauen eine Plattform mit verschiedenen Tools, die unseren Agent schneller und datengetriebener machen wird. Schauen wir uns einmal den Alltag eines Maklers an: Ein Makler verbringt viel Zeit mit administrativen Tätigkeiten, wie z.B. Suche nach Kunden, Bearbeitung von Dokumenten, Beantwortung von Anfragen etc. Digitalisiert man diese, verschafft man dem Agent mehr Zeit beim Kunden, wo er einen wirklichen Mehrwert schaffen kann. Es wäre doch beispielsweise schön, wenn wir in dem Prozess einer Immobilientransaktion einen gemeinsamen Datenraum hätten, in dem alle Dokumente für alle Parteien zugänglich wären. Das ist natürlich keine Raketentechnik. Da wird einfach nur ein Prozess digital abgebildet, genau wie in vielen anderen Branchen auch. Der andere Aspekt unserer Plattform bildet die Verarbeitung von Daten. Sehen wir uns mal den Punkt der Immobilienschätzung bzw. -einwertung im Transaktionsprozess an. Wie wird momentan ein Wert geschätzt? Auch bei großen Playern im Markt ist dieser Vorgang noch relativ bauch- und erfahrungsgetrieben. Da wird dann gesagt: "Es gibt dieses und jenes Vergleichsobjekt, die sind xy Euro wert, ich habe so und so viel Erfahrung und wenn ich Ihre Küche sehe, dann wäre das Preis xy." Ich übertreibe jetzt natürlich, aber datengetrieben, so wie man es von einer Beratung erwarten würde, ist da bisher wenig. Auch da wollen wir am Ende den Kunden unterstützen, um mit besserer Technologie zu besseren Entscheidungen zu kommen. 

Wir fühlen uns ein wenig an das erste Bestellerprinzip erinnert. Damals gab es zig Start-Ups, die alle "den Makler" durch Technologie ersetzen wollten. 

Wir haben nicht vor, den Menschen, in unserem Falle den Makler, durch Technologie zu ersetzen.  Das hat schon damals nicht funktioniert. Der Mensch erfüllt eine Funktion. Man muss nur genau prüfen, in welchen Teilen der Wertschöpfungskette es auf ihn ankommt und welche Teile man vielleicht automatisieren, digitalisieren oder aber dem Kunden selbst in die Hand geben kann. Am Ende sollten wir aber berücksichtigen, dass der Immobilienverkauf eine lange, komplexe Transaktion darstellt, bei der die Notwendigkeit gar nicht besteht, den Menschen komplett aus der Gleichung zu streichen. Nur wenn schon einer dabei ist (der am Ende den Kunden viel Geld kostet), dann muss er auch einen echten Mehrwert liefern und gut in seiner Dienstleistung sein. 

Vollständiges Interview mit Christian Evers ansehen

 

Über Christian Evers

Christian Evers ist Start-Up Gründer und gleichzeitig Digitalprofi und Immobilienexperte. In seiner jahrelangen Zeit als Chief Digital Officer bei dem Immobilienmakler Engel & Völkers konnte er dort mit mit der Entwicklung einer Technologieorganisation die digitale Transformation vorantreiben.  Darüber hinaus verantwortete der gebürtige Bad Segeberger die Reorganisation der gesamten IT und stärkte die agile Softwareentwicklung durch ein eigenes Inhouse-Development-Team. 

Sein Fokus: digitale Lösungen in den Alltag und das Verhalten der Zielgruppe zu integrieren.  


 

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