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Hamburg und Umland

Wohnen in Norderstedt

Norderstedt grenzt zwar direkt an Hamburg, sich aber auch entschieden davon ab. Die Stadt punktet in Sachen Wohnqualität und Freizeitangebot ebenso wie als Wirtschaftsstandort.
Ulzburger Straße in Norderstedt

Die kleine Konkurrentin von Hamburg

War das junge Norderstedt bis vor einigen Jahren noch hauptsächlich eine Pendlerstadt, kommen die Menschen inzwischen längst nicht mehr nur zum Wohnen, sondern auch zum Arbeiten hierher. Denn auch für große Unternehmen wird die boomende Stadt im Norden Hamburgs immer attraktiver.

Daten und Fakten zu Norderstedt

  • Bundesland: Schleswig-Holstein
  • Kreis: Segeberg
  • Größe: 58,1 Quadratkilometer
  • Einwohner: 80.684 (Stand: Dezember 2019)
  • Entfernung zu Hamburg: direkt angrenzend
  • Unternehmen: über 5.200
  • Schulen: 12 Grundschulen, 4 Gymnasien, 4 Gemeinschaftsschulen (davon eine mit gymnasialer Oberstufe), 1 Berufsschule, 1 Förderzentrum
  • Kindertagesstätten: ca. 40

Geografie und Geschichte von Norderstedt

Norderstedt im Kreis Segeberg und ist die nach Einwohnerzahlen fünftgrößte Stadt Schleswig-Holsteins. Sie grenzt im Süden über eine Distanz von 18 Kilometern direkt an die nördlichen Hamburger Stadtteile Niendorf, Langenhorn, Fuhlsbüttel, Hummelsbüttel, Poppenbüttel, Lemsahl-Mellingstedt und Duvenstedt. Daraus ergibt sich das mehrere Straßen bei gleichbleibendem Namen und fortlaufender Nummerierung sowohl Landes- als auch Stadtgrenzen überschreiten.

Norderstedt ist eine noch sehr junge, jedoch stetig wachsende Stadt. Allein von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2019 kamen fast 1.500 neue Einwohner hinzu. Die Stadt wurde 1970 auf Wunsch der beteiligten Gemeinden aus den Orten Garstedt, Friedrichsgabe (beide ehemals Kreis Pinneberg), Harksheide und Glashütte (beide ehemals Kreis Stormarn) zusammengeschlossen. Außer Norderstedt (im Norden Hamburgs gelegen) standen außerdem die Stadtnamen Holstein (als Gegenpol zur Stadt Schleswig) und Süderstedt (im Süden Schleswig-Holsteins gelegen). Da sich die beiden beteiligten Kreise über die Verwaltung stritten, entschied die Landesregierung schließlich zugunsten eines Dritten und teilte Norderstedt dem Kreis Segeberg zu, deren größte Stadt es inzwischen ist. Norderstedt ist verwaltungsrechtlich nicht in Stadtteile aufgeteilt, jedoch werden die vier Ursprungsorte sowie ihre geografische Mitte "Norderstedt-Mitte" als Ortsteile angesehen.

Die Geschichte der Ursprungsgemeinden kann bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Bis ins 20. Jahrhundert hinein entwickelten sich die bis dato sehr ländlich geprägten Gemeinden eigenständig, doch seit circa 1920 zeichnet sich eine gemeinsame Geschichte ab, die bis zur Stadtgründung vor allem von zwei großen Wachstumsschüben geprägt ist: Der erste nennenswerte Bevölkerungszuwachs kam ab 1921 mit der Verlängerung der Hamburger Hochbahn von Ohlsdorf bis zum Ochsenzoll und dem dadurch verbesserten Anschluss an die Hansestadt. Der zweite Schub kam nach dem Zweiten Weltkrieg als sich hier zahlreiche Vertriebene aus den Ostgebieten sowie wohnungslos gewordene Bürger aus dem zerbombten Hamburg ansiedelten. Seit der Stadtgründung 1970 sind sind die Einwohnerzahlen von etwa 55.000 auf über 80.000 angestiegen.

    Leben und Arbeiten in Norderstedt

    Nach ihrer Gründung war Norderstedt, ebenso wie Pinneberg, eher eine Pendlerstadt und gewissermaßen ist sie das bis heute. Doch während früher besonders die Richtung nach Hamburg frequentiert war, fahren heute mehr Menschen zum Arbeiten nach Norderstedt hinein als hinaus. Die Stadt ist also nicht nur zum Wohnen attraktiv, sondern als wichtiger Wirtschaftsstandort auch zum Arbeiten. Denn hier befinden sich unter anderem die Europa-Zentrale von Casio, die Firmenzentrale von Blume 2000, die Pharmaunternehmen Johnson & Johnson und Schülke & Mayr, das Hauptwerk des Gabelstaplerherstellers Jungheinrich, das Kommunikationsunternehmen wilhelm.tel sowie die beiden Schokoladenhersteller Stollwerck und Herza. 2015 erregte auch der Umzug Tesas von Hamburg nach Norderstedt Aufsehen. Aus Sicht vieler trat die kleinere Stadt damit in direkte Konkurrenz zur angrenzenden Metropole.

    Für Hamburg war der Tesa-Umzug ein harter Schlag. Für Norderstedt eine Art Unabhängigkeitserklärung.

    Hanna Grabbe, ZEIT Hamburg Nr. 43/2016 in "Smart an der Grenze" (Quelle: zeit.de)

    Dabei hat die Ansiedlung großer Unternehmen hier zunächst vor allem praktische Gründe: (noch) ausreichend Platz, verhältnismäßig günstiges Bauland und kurze bürokratische Wege - kurz alles, was in Hamburg fehlt. Doch auch die unmittelbare Nähe zum Hamburger Flughafen - und damit auch wieder zur Großstadt selbst - stärkt den Firmenstandort Norderstedt.

    Auch zum Wohnen lockt Norderstedt nicht nur mit der Nähe zur Metropole mit ihren Sehenswürdigkeiten und einer guten Infrastruktur - die Innenstadt Hamburgs ist mit der U-Bahn in 30 Minuten zu erreichen, sondern auch mit ihren vielfältigen eigenen Freizeitmöglichkeiten. Darüber hinaus ist die Stadt gut mit Kindergärten und Schulen ausgestattet sowie sehr grün, was sie insbesondere für Familien attraktiv macht.

    Doch auch wenn Norderstedt günstiger ist als Hamburg, zählt die Stadt, was die Immobilienpreisen angeht, zu den Top Ten im Hamburger Umland. Für ein Ein- oder Zweifamilienhaus (Bestand) zahlt man hier knapp 3.000 Euro pro Quadratmeter, für eine Eigentumswohnung (Bestand) knapp 2.900 Euro. Und neu bauen wird gleich richtig teuer: Für ein Ein- oder Zweifamilienhaus liegt der Quadratmeterpreis für einen Neubau bei 3.095 Euro, für eine Eigentumswohnung bei 3.483 Euro (Quelle: LBS Bausparkasse, April 2019). Allerdings sind die Kaufkraft und die Einkünfte hier auch überdurchschnittlich hoch.

      Aktivitäten und Sehenswertes in Norderstedt

      Norderstedt punktet weniger mit sehenswürdiger Architektur, sondern vielmehr mit seiner Natur, seinen Grünflächen sowie einem Freizeitangebot, das sich sehen lassen kann. Vieles davon findet sich gebündelt im Stadtpark, dessen Besonderheit ist, das er 2011 ursprünglich für die Landesgartenschau angelegt wurde. Das abwechslungsreiche Gebiet ist 750.000 Quadratmeter groß und verfügt über Wald, Wiesen, Heide und See. Für Bewegungssuchende stehen ein Slackline-Parcours, ein Adventure-Golf-Platz, eine rund um die Uhr beleuchtete Laufstrecke, ein Hochseilgarten, ein Streetball-Soccerplatz und ein Fitnessfeld zur Verfügung. Wasserratten kommen am Stadtparksee im Freibad und auf der Wasserski- und Wakeboardanlage auf ihre Kosten. Für die Kleinen gibt es drei Themen-Spielplätze, einen Bauernhof sowie die "WildeWelt", einen geschützten Naturerfahrungsraum für Kinder.

      Außerdem verfügt Norderstedt über weitere kleinere Parks, zum Beispiel den Willy-Brandt-Park in Garstedt und den Moorbekpark in Mitte, und grenzt im Nordwesten direkt an den Rantzauer Forst, der zum Spazierengehen, Radfahren, Reiten und einfach frische Luft schnuppern einlädt. Auch das im Norden Hamburgs liegende Naturschutzgebiet Wittmoor, ein Hochmoor, das über Bohlenwege begangen werden kann, erstreckt sich bis in den Norderstedter Ortsteil Glashütte.

      Wittmoor in Norderstedt-Glashütte im Sommer
      Das Wittmoor in Norderstedt Glashütte im Sommer
      (Bild: KarlFKamm [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)])

      Direkt am kleinen Tarpenbekpark befindet sich das Erlebnisbad Arriba, das sich mit seinen 15 Schwimmbecken, Wellenbad und der neuen Fishpipe-Rutsche - angeblich die längste Wasserrutsche Europas - ebenfalls besonders an Kinder richtet. Erwachsene finden bei Massagen, im Saunadorf mit Panoramasauna und Gletscherhöhle oder im Therme- und Sole-Becken Entspannung.

      Kulturell wartet die Stadt mit dem Spectrum-Kino, dem Kulturwerk am See mit Konzert- und Theatersaal sowie der Spiel- und Veranstaltungsstätte TriBühne auf. Einen Besuch wert ist auch das Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein mit großer Fahrzeugausstellung und Feuerwehrspielplatz.

      Fahrzeug-Ausstellung im Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein, Norderstedt
      Die historische Fahrzeugausstellung des Feuerwehrmuseums kann sich  sehen lassen
      (Bild: hh oldman [CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)])

      Eingekauft wird - mit großer Auswahl, aber ohne die Hamburger Parkplatznot - im Herold-Center mit über 120 Geschäften, in der Moorbek Passage in Mitte, im Immenhof am Glashütter Damm, entlang der Tangsteder Landstraße, an der Ochenszoller Straße sowie an der Ulzburger Straße, die eine Initiative der ansässigen Geschäfte als "traditionsreiche Einkaufsmeile" Norderstedts bezeichnet. Donnerstags findet am Schmuggelstieg bzw. Ochsenzoll ein Wochenmarkt statt, dessen Stände sowohl auf Norderstedter als auch auf Hamburger Gebiet aufgebaut werden. Außerdem hat jeder Stadtteil noch seinen eigenen Wochenmarkt.

        Stadt-Charakteristika

        • #grün
        • #belebt
        • #geschäftig

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