Direkt zum Inhalt
Hamburg und Umland

Wohnen in Pinneberg

Das mittelgroße Pinneberg im Nordwesten Hamburgs ist eine typische Pendlerstadt. Viele kommen zum Leben her, während sie in der Hansestadt arbeiten.
Blick auf Pinneberg über Feuchtwiesen

Unterschätzte Stadt mit S-Bahn-Anschluss

Pinneberg ist weder besonders schön, noch besonders hässlich, noch sonst irgendwie besonders. Dafür aber funktional - vor allem, wenn man etwas ruhiger und günstiger wohnen will als in der Großstadt, aber in Hamburg arbeitet. Dank der guten Infrastruktur ist die Metropole mit all ihren Vorzügen schnell erreicht.

Daten und Fakten zu Pinneberg

  • Bundesland: Schleswig-Holstein
  • Kreis: Pinneberg, Kreisstadt
  • Größe: 21,54 Quadratkilometer
  • Einwohner: 43.530 (Stand: Oktober 2019)
  • Entfernung zu Hamburg: ca. 18 Kilometer
  • Unternehmen: ca. 3.400
  • Schulen: 5 Grundschulen, 1 Grund- und Regionalschule, 1 Grund- und Gemeinschaftsschule, 1 Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe, 2 Gymnasien, 1 Förderzentrum, 2 Privatschulen, 1 Berufsschule (Wirtschaft, Technik, Gesundheit, Ernährung), 1 Fachschule für Sozialpädagogik
  • Kindertagesstätten: ca. 20

Geografie und Geschichte von Pinneberg

Pinneberg ist eine Mittelstadt im Südwesten Schleswig-Holsteins und zugleich die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises. Sie liegt an der Mündung des Flusses Mühlenau in die Pinnau und besteht aus sechs Stadtteilen.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort als "Pinneberghe" 1351. Besiedelt war das Gebiet aber schon vorher, unter anderem stand dort eine Burg aus dem Jahr 1200. Ende des 14. Jahrhunderts findet es dann als Thing (Gerichtsort) Erwähnung, woher die Straße Dingstätte in der heutigen Pinneberger Innenstadt ihren Namen hat. Die Burg wurde später durch ein Renaissanceschloss ersetzt, das dann zum Verwaltungssitz der selbstständigen Grafschaft zu Schauenburg-Pinneberg wurde. 1720 musste das Schloss aufgrund von Kriegsschäden abgerissen werden. Als Nachfolgebau wurde ab 1765 die barocke Drostei errichtet, die bis heute erhalten geblieben ist und als Kreiskulturzentrum genutzt wird. Ende des 18. Jahrhunderts hatte das Dorf jedoch immer noch nur gut 450 Einwohner.

Barocke Drostei Pinneberg
Die barocke Drostei dient dem Kreis Pinneberg heute als Kulturzentrum
(Bild: Barghaan [CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)])

1867 wurde der Kreis Pinneberg gegründet und der kleine Ort zur Kreisverwaltung gemacht. Ungefähr dann stiegen auch erstmals die Bevölkerungszahlen deutlich an, weshalb Pinneberg erst relativ spät um 1875, nun mit rund 3000 Einwohnern, die Stadtrechte erhielt. Seitdem steigen die Einwohnerzahlen stetig an, größere Schübe, bei denen sich die Zahlen jeweils mehr als verdoppelten, gab es Anfang des 20. Jahrhunderts durch Eingemeindungen von Pinnebergdorf und Thesdorf sowie nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Zuzug von zahlreichen Vertriebenen aus Ostpreußen.

In den 1950er Jahren wurde Pinneberg an das Hamburger S-Bahnnetz angeschlossen, derzeit wird der Bahnhof, einer der meistfrequentierten Bahnhöfe Schleswig-Holsteins, umfassend saniert. In den vergangenen Jahren lag der Fokus der Stadtentwickler außerdem vor allem auf der Belebung der Innenstadt sowie der Stärkung der Stadt als Wirtschaftsstandort durch die Erschließung neuer Gewerbegebiete.

2009 wurde der Sitz der Kreisverwaltung nach Elmshorn verlegt, wobei Pinneberg allerdings Kreisstadt und Sitzungsort geblieben ist.

    Leben und Arbeiten in Pinneberg

    Obwohl Pinneberg immer etwas im Schatten der nahen Metropole steht, ein nicht sonderlich rosiges Image besitzt und gerade von Hamburgern immer ein bisschen von oben herab betrachtet wird, bietet die Stadt ihren Bewohnern alle Vorzüge eines urbanen Umfeldes und alles, was sie zum Leben brauchen. Und wem es eben doch manchmal zu verschlafen ist, der ist dank der vorhandenen Infrastruktur mit vier Autobahnanschlüssen sowie der guten Anbindung an den Nah- und Regionalverkehr, in etwa 20 Minuten in der Hamburger Innenstadt.

    Wohnen in Pinneberg ist insbesondere für Familien attraktiv, denn in Hamburg selbst ist ein Haus oder eine größere Wohnung für viele kaum zu bezahlen. Doch auch wenn die Immobilien- und Mietpreise hier unter denen der Hansestadt liegen, bezahlt man die Nähe und gute Anbindung an die Großstadt trotzdem mit. Im Vergleich der Immobilienpreise von Hamburg und seinem Umland liegt Pinneberg bei den Eigentumswohnungen (Bestand) mit 2.000 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter etwa im Mittelfeld, während sich die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser mit 2.500 bis 3.000 Euro (sowohl Neubau als auch Bestand) sowie neugebaute Eigentumswohnungen mit 3.000 bis 4.000 Euro pro Quadratmeter bereits im oberen Drittel bewegen (Quelle: LBS Bausparkasse, April 2019).

    Stadthäuser in Pinneberg
    Stadthäuser und Villen in Pinneberg sind zwar teuer, aber immer noch deutlich erschwinglicher als in Hamburg
    (Bild: Boyan Dimitrov / Shutterstock)

    Das Vorzeige-Bauprojekt der Stadt ist die "Parkstadt Eggerstedt" im Süden Pinnebergs, mit der auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne quasi ein ganz neuer Stadtteil mit Wohnhäusern, Gewerbeflächen und Bildungs- und Freizeiteinrichtungen geschaffen wird. Das Gesamtprojekt soll 2021 fertiggestellt sein und unter anderem 250 neue Wohneinheiten jeglicher Art (Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser) im gehobenen Segment bereitstellen. Verschiedene Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, eine Kita und eine Privatschule sind bereits in Betrieb. Auch verschiedene Firmen haben sich schon dort angesiedelt, darunter auch international tätige IT-Unternehmen. Charakterisierend für die Parkstadt sind ihre ausgedehnten Grünflächen mit hohem Baumbestand.

    Außerdem wird direkt am Bahnhof der "ILO-Park" realisiert, ebenfalls ein Wohn- und Gewerbegebiet, inklusive City-Hotel und Park-and-Ride-Parkhaus. In 20 drei- bis fünfgeschossigen Wohnhäusern sollen insgesamt 360 Wohnungen entstehen, darunter auch 72 öffentlich geförderte Mietwohnungen. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Ende 2021 geplant.

      Aktivitäten und Sehenswertes in Pinneberg

      Neben der Nähe zu Hamburg mit seinen schnell zu erreichenden Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten, punktet Pinneberg vor allem durch seine zahlreichen Grünflächen. Mitten in der Stadt, direkt am Bahnhof liegen das 30 Hektar große Fahltgehölz und der Fluss Mühlenau. Inmitten des Stadtwalds besteht seit 1935 der Rosengarten, in dem mehr als 80 verschiedene Rosenarten und 8.000 Pflanzen zu finden sind. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch das Pinneberger Hallenbad mit 50-Meter-, Springer-, Außen-, zwei Babybecken und Sauna, eine Wasserski- & Wakeboardanlage (Cablesport Arena) mit Beachclub sowie andere Sportanlagen.

      Rosengarten im Fahltgehölz Pinneberg
      Inmitten des Fahltgehölzes liegt der idyllische Rosengarten
      (Bild: Siegmar S. [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)])

      Weitere Naherholungsgebiete sind die Pinnau-Niederungen (siehe Titelbild) sowie der im Stadtteil Waldenau liegende Stadtforst am Stadtrand Pinnebergs, die zum Spazierengehen, Wandern und Radfahren einladen. Letzterer geht direkt in den Hamburger Staatsforst Klövensteen über, durch den - wer kann und möchte - bis an die 10 Kilometer entfernte Elbe geradelt oder gewandert werden kann. Im Waldgebiet Klövensteen befinden sich auch Spielplätze, Trimm-Dich-Pfade sowie ein Wildgehege. 

      Bekannt ist die Stadt, ebenso wie der dazugehörige Kreis, außerdem für ihre zahlreichen Baumschulen, die hier einen der wichtigsten Wirtschaftszweige darstellen. Allerdings ist ihre Zahl rückläufig, da die Flächen häufig zu Wohnzwecken umgenutzt werden oder unter jahrelangem Insektizid- und Pestizid-Gebrauch zu leiden haben.

      Zu den sehenswerten Pinneberger Bauwerken zählt allen voran die barocke Drostei, die von 1765 bis 1767 erbaut wurde und lange Zeit Sitz des Landdrosten (Vertreter des dänischen Königs) und später des Landrates war. Seit 1991 wird sie als Kreiskulturzentrum, Trauort und Veranstaltungsraum genutzt. Unter anderem finden hier Ausstellungen, Konzerte und Lesungen statt. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört auch der 1912 erbaute Wasserturm, der bis 1956 in Betrieb war und sich heute in Privatbesitz befindet.

      Pinneberger Wasserturm
      Der Wasserturm zählt zu den bekanntesten Pinneberger Gebäuden
      (Bild: Barghaan [CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)])

      Regelmäßige Kulturveranstaltungen der Stadt sind außerdem die beiden Musikfestivals "SummerJazz" am zweiten Augustwochenende sowie "Wake Up Pi", ein Rockfestival, das immer am zweiten Sonnabend im September im Drosteipark stattfindet. Im Winter lockt das Pinneberger "Weihnachtsdorf" die Menschen mit seiner besinnlichen Atmosphäre in die Innenstadt.

        Stadt-Charakteristika

        • #grün
        • #bodenständig
        • #ruhig

        Aktuelle Immobilien in Pinneberg

        Straßenseite
        199.000 €
        Kaufpreis
        60 m²
        Wohnfläche
        3
        Zimmer
        Luftbild
        1.569.000 €
        Kaufpreis
        M0467
        329.000 €
        Kaufpreis
        95,73 m²
        Wohnfläche
        3
        Zimmer
        Blick ins Wohnzimmer 1
        495.000 €
        Kaufpreis
        119,92 m²
        Wohnfläche
        3
        Zimmer
        f3243998-df0a-43ce-bb6a-3b4b4cec2041.jpg
        1.990.000 €
        Kaufpreis
        368 m²
        Wohnfläche
        10
        Zimmer
        Foto_16471.jpg
        560.000 €
        Kaufpreis
        156,23 m²
        Wohnfläche
        6
        Zimmer