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Hamburg und Umland

Wohnen in Winsen an der Luhe

Die nordniedersächsische Stadt ist durch ihre ideale Lage, schöne Altstadt und ruhigen Ortsteile bei Pendlern ebenso beliebt wie als Wohnort.

Schloss und Kirche in Winsen (Luhe)

Idylle zwischen Marschland und Heide

Das Stadtbild Winsens ist geprägt durch ihren historischen Kern und die umliegenden, fast ländlich anmutenden jungen Ortsteile. Das macht die Stadt insbesondere für junge Familien zu einem attraktiven Wohnort. Mit ihrer charmanten Altstadt, inklusive Wasserschloss, ist sie gewissermaßen das niedersächsische Pendant zu Ahrensburg in Schleswig-Holstein.

    Daten und Fakten zu Winsen (Luhe)

    • Bundesland: Niedersachsen
    • Landkreis: Harburg, Kreisstadt
    • Größe: 109,58 Quadratkilometer
    • Einwohner: 36.876 (Stand: Dezember 2019)
    • Entfernung zu Hamburg: ca. 37 Kilometer
    • Unternehmen: ca. 3.000 (Stand: 2015)
    • Schulen: 3 Grundschulen, 2 Grund- und Hauptschulen, 2 Realschulen, 2 Gymnasien, 1 Wirtschaftsgymnasium, 1 Förderschule, 1 Berufsschule
    • Kindertagesstätten: ca. 23

    Geografie und Geschichte von Winsen (Luhe)

    Winsen an der Luhe ist nach Buchholz in der Nordheide die zweitgrößte Stadt des Landkreises Harburgs und gleichzeitig seine Kreisstadt. Sie liegt zwischen Lüneburg und Hamburg. Ihre landschaftliche Umgebung ist geprägt durch die Elbmarschen im Norden und die Lüneburger Heide im Süden sowie die drei Flüsse Luhe, Ilmenau und nicht zuletzt die Elbe. Die Stadt besteht aus 13 Ortsteilen.

    Der Ort Winsen wird 1128 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, 1293 sogar bereits als "Stadt", was sie durch ihre günstige Lage mit einem hochwasserfreien Hafen jedoch bereits länger gewesen sein dürfte. Letzterer war im 14. Jahrhundert besonders für den Handel mit Holz und Getreide zwischen Winsen und Hamburg von großer Bedeutung. 1405 wird erstmals ein Markt erwähnt, 1460 sogar ein Kaufhaus, das später jedoch abgebrannt und nicht wieder aufgebaut wurde.

    Das Schloss bzw. eine Burg taucht 1315 zum ersten Mal in einem Schriftstück auf, dürfte, archäologischen Funden zufolge, aber bereits älter sein. Allerdings ließ Herzog Otto II. der Strenge es zwischen den Jahren 1322 und 1329 weiter ausbauen. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde es mehrfach verpfändet und wechselte daher häufiger den Besitzer. Die heute noch erhaltene gotische St. Marienkirche ersetzte ab 1415 die bisherige Kirche der Stadt.

    1592 wurde das Schloss zum Witwensitz der Herzogin Dorothea von Braunschweig-Lüneburg, die es sanieren und den Marstall bauen ließ. In den Jahren 1611 bis 1614 fanden hier laut Gerichtsakten 30 Hexenprozesse statt. Die Herzogin starb 1617. Anschließend wurde das Schloss und die Stadt mehrfach besetzt, unter anderem von Graf von Tilly und den Schweden im Dreißigjährigen sowie den Franzosen im Siebenjährigen Krieg. Später wurde es dann von den Preußen verwaltet, bevor es an das Land Niedersachsen fiel. 1852 zog das Amtsgericht in die Räume des Schlosses und ist bis heute dort geblieben.

    Im 16. und 17. Jahrhundert brannte die Stadt gleich dreimal: Beim ersten Brand 1528 wurde die gesamte Stadt mit Ausnahme des Schlosses, der Kirche und des Franziskanerklosters zerstört. 1598 fielen dann große Teile der Stadt erneut den Flammen zum Opfer. Auch im Dreißigjährigen Krieg wurden bei einem Angriff der Dänen 1627 etwa 25 Wohnhäuser niedergebrannt.

    1847 wurde Winsen an das Eisenbahnnetz (Hannover - Harburg) angeschlossen, 1858 entstehen die ersten größeren Fabriken und die Stadt ist enorm gewachsen. 1896 entsteht der bis heute erhaltenen gebliebene Neubau des Rathauses, in den darauffolgenden Jahren erhält die St. Marienkirche einen neuen Turm.

    Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte Winsen 5.369 Einwohner, in den Nachkriegsjahren wuchs die Stadt jedoch, auch durch den Zuzug von Vertriebenen und Flüchtlingen, bis 1950 auf 8.886 Einwohner an.

    1972 werden 13 umliegende Dörfer (Bahlburg, Borstel, Gehrden, Hoopte, Laßrönne, Luhdorf, Pattensen, Rottorf, Roydorf, Sangenstedt, Scharmbeck, Stöckte und Tönnhausen), die heutigen Ortsteile Winsens, eingemeindet. Danach hatte die Stadt Winsen dann etwa 22.000 Bewohner.

    Kurios: Im Jahr 2017 bewarb sich die Stadt als Austragungsort für die Fußball-Weltmeisterschaft 2024. Allerdings hat die ganze Sache einen kleinen Haken, denn das Stadion Jahnpark des Winsener TSV hat gerade mal 101 Sitzplätze - Voraussetzung für die WM sind jedoch mindestens 30.000. Doch gerade weil diese Bewerbung nicht ganz ernst gemeint war, sorgte sie für Aufmerksamkeit und Erheiterung.

      Leben und Arbeiten in Winsen (Luhe)

      Winsen ist eine Pendlerstadt, wobei die Menschen sowohl raus- als auch reinpendeln. Das liegt nicht zuletzt an der sehr verkehrsgünstigen Lage der Stadt, von der aus gleich mehrere größere Städte in maximal 30 Autominuten erreichbar sind, neben Hamburg und Lüneburg auch Geesthacht, Schwarzenbek und Lauenburg/Elbe in Schleswig-Holstein. Ideal für Pendler ist auch der direkte Anschluss an die Autobahn 39 sowie die Bahnstrecke Hamburg - Hannover.

      Besonders in den Branchen Holz-, Beton- und Metallverarbeitung sowie Elektrotechnik, Nahrungsmittelproduktion, Pharmazeutik, Verwaltung und Logistik lässt sich aber auch in Winsen selbst gut Arbeit finden. Auch große und bekannte Unternehmen sind hier ansässig, unter anderem betreibt Amazon hier sein nördlichstes Logistikzentrum Deutschlands.

      Im 2003 auf einem ehemaligen Kasernengelände entstandenen Luhepark trifft Gewerbe auf modernes Wohnen. Hier sind neben einem Einkaufs- und Gründerzentrum, auch 150 Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilien- sowie Reihenhäusern entstanden.

      Auch wenn Winsen - historisch betrachtet - schon sehr lange eine Stadt ist, ist sie eine "junge Stadt", da sie zum Wohnen insbesondere bei Familien beliebt ist und ein großer Teil ihrer Ortsteile erst seit 1972 zum Stadtgebiet gehört. Außerdem kann sie einen Geburtenüberschuss aufweisen. In den Ortsteilen lebt es sich ruhig im Grünen, fast ländlich, zum Teil wird hier sogar noch Landwirtschaft betrieben.

      Die Preise für Bestandsimmobilien liegen etwas unter dem Hamburger Umlandsdurchschnitt. Ein Ein- oder Zweifamilienhaus ist für 2.000 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter zu bekommen, eine Eigentumswohnung für 1.750 bis 2.000 Euro. Bei den Neubauten bewegt sich hingegen auch Winsen mit 2.500 bis 3.000 Euro pro Quadratmeter für ein Haus und 3.000 bis 4.000 Euro für eine Wohnung im oberen Drittel des Umlandes (Quelle: LBS Bausparkasse, April 2019).

        Aktivitäten und Sehenswertes in Winsen (Luhe)

        Sowohl Sportler als auch kulturell Interessierte kommen in Winsen auf ihre Kosten. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind natürlich das Winsener Schloss mit dem Marstall, der heute als Veranstaltungszentrum dient und ein Restaurant, das Stadtmuseum und die Bücherei beherbergt. Auch andere historische Gebäude sind sehenswert, zum Beispiel die St. Marienkirche, das Rathaus und das Blaufärberhaus, das älteste noch erhaltene Bürgerhaus der Stadt. Generell lädt die historische Altstadt mit ihren Fachwerk-Giebelhäusern und kleinen Geschäften zum Bummeln ein.

        Zu den Einkaufsstraßen der Stadt gehören neben der Fußgängerzone in der Rathausstraße auch die Markt-, Deich- und Bahnhofsstraße. In der Rathausstraße findet auch dienstags und sonnabends der Winsener Wochenmarkt statt. Ein weiterer Markt ist donnerstagnachmittags auf dem Pattensener Dorfplatz zu finden.

        Kammermusik gibt es seit 1953 bei den jährlich stattfindenden Winsener Schlosskonzerten und seit 2008 ist auch das WinJam-Rapfestival eine feste Veranstaltung im Jahr.

        Auf den drei Flüssen im Stadtgebiet kann verschiedener Wassersport betrieben werden, wobei sich die Luhe und die Ilmenau vor allem für Paddeltouren, die Elbe auch zum Segeln oder für größere Boote sowie Ausflugsfahrten anbietet. Die Elbe kann nicht nur mit dem Auto, sondern auch in einer etwa einstündigen Wanderung erreicht werden. Außerdem gibt es dort eine elf Kilometer lange Rundstrecke explizit für Inlineskater. Auch die Lüneburger Heide ist mit dem Auto nur 20 bis 30 Minuten entfernt und ein Paradies für Radfahrer, Wanderer und Reiter. Pferdefreunde finden außerdem in den Ortsteilen und im Umland eine Auswahl an verschiedenen Reitställen und ein schönes Ausreitgelände vor. Im Ortsteil Luhdorf befindet sich die, auch bei Hamburgern beliebte, Golfanlage GreenEagle mit drei Plätzen, auf der seit 2017 die European Open stattfinden.

        Wer die Ruhe der Natur genießen oder (seltene) Vögel beobachten möchte, besucht eines der drei Naturschutzgebiete im Stadtgebiet bzw. im Umland: die Winsener Marsch, das Naturschutzgebiet Rethmoorsee oder die Ilmenau-Luhe-Niederung. In der Stadt gibt es außerdem mehrere Parks und viele Grünanlagen, darunter die Luhegärten, die 2006 für die Landesgartenschau angelegt wurden.

        Kleine und große "Kinder" finden mit dem Luhespielpark ein Spielparadies mit verschiedenen Geräten, Skateboard- und Inlinerbahn sowie einem Streetballfeld vor. Auch das Winsener Freizeitbad "Die Insel" lockt mit Attraktionen wie einem Erlebnisbecken, einer Tunnelrutsche einem Whirlpool, einem Außenbereich, einer Saunalandschaft sowie im Sommer mit einem Freibad. Eine Besonderheit ist auch die Schattenmine, ein Indoor Rollenspielanlage in einer alten Salzmine. Kinder zwischen sechs und 14 Jahren können hier in die Rolle eines Elfen, Magiers, Kriegers oder Heilers schlüpfen und Aufgaben lösen.

          Stadt-Charakteristika

          • #grün
          • #ruhig
          • #jung

          Aktuelle Immobilien in Winsen an der Luhe

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