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Hamburg und Umland

Wohnen in Hamburg-Wilhelmsburg

Wilhelmsburg hat einen regelrechten Wandel durchgemacht und lockt heute vor allem junge Leute auf die andere Seite der Elbe. Eine erstklassige Verkehrsanbindung und günstige Mieten in modernen Wohnungen lassen den "Sprung über die Elbe" einfacher werden.

Zwischen Industriecharme und ländlicher Idylle

Einst galt der Stadtteil zwischen den Elbströmen als Problemviertel. Doch längst hat sich Wilhelmsburg zum multikulturellen Stadtteil zwischen Industriecharme und ländlicher Idylle entwickelt. Die niedrigen Mieten ziehen junge Menschen über die Elbe, die auf der Elbinsel für das weltoffene und soziale Flair sorgen. Mit großen Neubauprojekten rückte der Stadtteil in den Fokus der Hamburger Stadtentwicklung, Mit modernen Vorzeigewohnungen möchte die Hansestadt den "Sprung über die Elbe" unterstützen.

Geografie und Geschichte von Wilhelmsburg

Der Stadtteil Wilhelmsburg führt mit 35 Quadratkilometern unangefochten die Liste der größten Stadtteile Hamburgs an. Die Norder- und Süderelbe umströmen die Elbinsel im Süden des Hamburger Stadtgebietes. Im Norden grenzt Wilhelmsburg die Stadtteile Veddel, Kleiner Grasbrook und Steinwerder, Hamburgs Innenstadt erstreckt sich gegenüber entlang des Nordufers der Elbe. Im Süden grenzt Harburg am anderen Elbufer an Wilhelmsburg.

Bis 2008 gehörte Wilhelmsburg zum benachbarten Bezirk Harburg, bis es dort ausgegliedert und dem Bezirk Hamburg-Mitte zugesprochen wurde. Ein vorläufiges Ende in der wechselvollen Geschichte Wilhelmsburgs.
Nach der Franzosenzeit zwischen 1811 und 1814 ging Wilhelmsburg wieder zurück an das Königreich Hannover, das 1866 an Preußen fiel. Im Zuge des Ausbaus des Hamburger Hafens trieb Preußen den Ausbau des eigentlich bäuerlich geprägten Wilhelmsburg voran. Neue Straßen, Kanäle, Fabriken und Wohngebiete entstanden auf den Wiesen Wilhelmsburgs. Mit Hafenbecken und einem Bahnhof schloss Preußen die Elbinsel an das Hinterland und die Welt an. Um die Arbeiter am wachsenden Standort unterzubringen entstanden Siedlungen, wie beispielsweise das heute sehr beliebte Reiherstiegviertel.
Nach dem ersten Weltkrieg erlangte Wilhelmsburg 1925 für kurze Zeit den Rang einer kreisfreien Stadt, verschmolz aber bereits zwei Jahre später mit Harburg zur Großstadt Harburg-Wilhelmsburg mit dem Ziel eine zu Preußen gehörende Konkurrenz zu Hamburg zu bilden. 1937 verleibten sich die Nationalsozialisten im Groß-Hamburg-Gesetz weite Teile der angrenzenden preußischen Städte ein. Darunter auch Altona sowie Harburg-Wilhelmsburg, die seitdem zu Hamburg gehören.

Der Begriff Elbinsel ist übrigens nicht ganz richtig. Denn historisch gesehen besteht Wilhelmsburg aus vielen kleinen Elbinseln, sie sich in der letzten Eiszeit gebildet haben und seitdem 14. Jahrhundert besiedelt wurden. Auf vor dem Wasser geschützten Warften entstanden die ersten kleinen Siedlungen und Höfe. 1672 tätigte ein gewisser Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg-Celle seines Zeichen Fürst des Fürstentums Lüneburg eine weitreichende Investition und erwarb einen Großteil der Elbinseln vor den Toren Hamburgs. Die Geburtsstunde von Wilhelmsburg, das nach Georg Wilhelm benannt wurde. Durch zahlreiche Eindeichungen und Verbindungsdeiche trotzten die Wilhelmsburger der Elbe weiteres Land ab, bis die zahlreichen kleinen Inseln zu einer großen Elbinsel verschmolzen.
Die Sturmflut von 1962 traf die ehemaligen Elbinseln und damit den Stadtteil Wilhelmsburg am härtesten. Von den 315 Toten in Hamburg entfielen allein 222 auf Wilhelmsburg. Als Folge der Sturmflut wurde der Stadtteil mehr oder weniger aufgegeben und Teile von Wilhelmsburg für den weiteres Ausbau des Hafens vorgesehen. So wie Waltershof sollte Wilhelmsburg dem Hafen einverleibt werden. Die Gebäude verfielen, die Arbeitslosigkeit stieg – Wilhelmsburg galt als Problembezirk.
Erst mit der Jahrtausendwende erfolgte auch die Wende für Wilhelmsburg. Das Gebiet zwischen Norder- und Süderelbe rückte in den Fokus der Hamburger Stadtentwicklung. Die Gebäude wurden saniert, Schulen gebaut und Parks sowie zahlreiche Grünflächen angelegt. Im Zuge der Internationalen Bauausstellung entstanden im ersten Schritt mehr als 1.000 moderne Wohnungen mit Vorzeigecharakter. Und die Erschließung geht noch weiter. Zahlreiche Neubauprojekte schaffen bezahlbaren Wohnraum für Junge Leute und Familien – ohne die alteingesessenen aus dem Stadtteil zu drängen.

Leben und Arbeiten in Wilhelmsburg

Längst hat Wilhelmsburg den Status als Problemviertel verloren und gilt heute als trendiger und weltoffener Stadtteil mit multikulturellem Flair. Die niedrigen Mieten zwischen sieben und 13 Euro pro Quadratmeter locken viele junge Menschen und Familien über die Elbe. Das Durchschnittsalter beträgt in Wilhelmsburg nur 38 Jahre. Mit einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 70 Quadratmetern lebt es sich auch recht komfortabel.
Die Befürchtungen, es würde eine Gentrifizierung stattfinden, hat sich bisher nicht bestätigt. Der Zuzug neuer Anwohner hat nicht bewirkt, dass die sozial Schwächeren ihren Stadtteil verlassen müssen. Das spiegelt sich noch immer im durchschnittlichen Einkommen in Wilhelmsburg wider. Mit 21.890 Euro beträgt es nur etwas mehr als die Hälfte des durchschnittlichen Hamburger Einkommens. Auch die Arbeitslosigkeit liegt mit 8,4 Prozent etwas über dem Hamburger Schnitt. Doch so bewahrt sich der Stadtteil sein spezielles Flair, das von den Anwohnern geschätzt wird. Durch die gute Anbindung können Pendler in wenigen Minuten mit der S-Bahn in das Hamburger Stadtzentrum fahren, die Autobahn A1 quert die Elbinsel im östlichen Teil. Mit dem Fahrrad lässt sich übrigens auch durch den alten Elbtunnel das Herz der Hansestadt in relativ kurzer Zeit erreichen.

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Wilhelmsburg

Wilhelmsburg zeichnet sich durch seine Gegensätze aus. Im Norden und Westen durch rustikale Industrie und Hafen eingerahmt, schließen sich im Süden und Osten grüne Auen, Wiesen und kleine Wälder an. Innerhalb weniger Minuten können Wilhelmsburger das quirlige Leben gegen die Ruhe der Natur tauschen. Das Naturschutzgebiet Heuckenlock gehört zu einem weltweilt einmaligen Gebiet. Da die Elbe hier Süßwasser führt, aber dennoch von den Gezeiten abhängig ist, wird das Gebiet regelmäßig überflutet wird. Der so entstandene Süßwassertide-Auwald erstreckt sich über drei Kilometer entlang der Süderelbe und bildet so die größte Restfläche dieser besonderen und mittlerweile einzigartigen Vegetation.

Mehr über die Geschichte der Elbinsel lässt sich im Museum Elbinsel erfahren, das sich heute im alten hannoverschen Amtshaus von 1724 befindet.

Ein bedeutendes Bauwerk stellt auch die Windmühle Johanna. Ein solches Kleinod mitten in einer ländlichen Umgebung würde wohl niemand in Wilhelmsburg erwarten. Noch bis 1960 was die Mühle in Betrieb. Heute wird übrigens noch immer Korn in Wilhelmsburg gemahlen. Allerdings in modernen Produktionsstätten im industriellen Westen der Elbinsel.

Stadtteil-Charakateristika

#multikulti

#urban

#grün

 

 

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